Nun doch: Merkur hat verkauft

12.01.1999 - Recht einsilbig gab sich Manfred Holthusen, Geschäftsführer der Einbecker Direktwerbegesellschaft Merkur, bei der Bestätigung dessen, was bereits in ONEtoONE, Nr. 1, vermutet worden war: Merkur wurde nun doch verkauft, und zwar zum 31. Dezember mit 51 Prozent an die Deutsche Post.

Die Bonner sehen in der Beteiligung die Möglichkeit, "ihren Großkunden professionelle Komplettlösungen aus einer Hand anbieten zu können". Merkur bietet Dienstleistungen wie Lettershop- und DV-Aktivitäten, die dem Postversand vorgelagert sind.

Holthusen will sich zu dem Nutzen, den diese Beteiligung für Merkur bringt, noch nicht näher äußern, auch nicht zu personellen Änderungen. Er erwartet aber nicht nur eine Aufstockung der Mitarbeiterzahl, die jetzt bei 290 liegt, sondern auch eine Erhöhung des rund 50 Millionen Mark schweren Umsatzes. "In den nächsten 100 Tagen", so Holthusen, werde sich auch entscheiden, wie die künftige Geschäftsführung aussieht. Er geht aber davon aus, daß die Post als Mehrheitsgesellschafter einen Geschäftsführer stellen wird. Auf die frisch vereinbarte Kooperation mit Schober (s. ONEtoONE, Nr. 3) und die neugegründeten Tochtergesellschaften (s. ONEtoONE, Nr. 4) sollen die neuen Beteiligungsverhältnisse keinen Einfluß haben.

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