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Deutsche Unternehmen halbieren ihre Ausgaben - aber investieren in digitale Zukunft und Marketing

14.04.2020 - Die Ausgaben deutscher Unternehmen haben sich von Anfang bis Ende März halbiert. Allerdings investieren die Unternehmen weiterhin in Software, Know-How und vor allem auch in Marketing und Anzeigen.

von Susan Rönisch

Insgesamt gaben deutsche Unternehmen Ende März etwa halb so viel aus wie noch Anfang des Monats (53 Prozent). Allerdings betreffen die Einbußen bei weitem nicht alle Bereiche gleichermaßen. Das zeigt eine Kundenanalyse des Fintechs Pleo   unter 8.000 europäischen Kunden im März. Demnach habe sich Covid-19 massiv auf Unternehmen ausgewirkt, in einem Ausmaß, das man so bislang nicht gesehen hat. Der Schock-Effekt im Markt ist nicht vergleichbar mit einer normalen Rezession. Im Durchschnitt haben Pleo-Kunden ihre Ausgaben um 55 Prozent zurückgefahren.

Wenig überraschend reduzieren sich die Ausgaben für Unterhaltung auf 13 Prozent, für Geschäftsessen auf 18 und für Reisespesen auf elf Prozent. Im Gegenzug stiegen die Ausgaben für Equipment und Hardware im Laufe des Monats um 13 Prozent, die Ausgaben für Telefon und Internet um 48 Prozent. Laut den Pleo-Analysten könne man davon ausgehen, dass hier einige Unternehmen massiv in ihre digitale dezentrale Infrastruktur investieren - erzwungen durch deutschlandweit flächendeckendes Home-Office in vielen Branchen.

Auch Ausgaben für Beratung und Dienstleistungen (80 Prozent des Ausgangswerts) sowie für Software (74 Prozent) verzeichnen vergleichsweise geringe Einbußen. Besonders auffällig: Ausgaben für Marketing und Anzeigen steigern sich im Laufe des März um mehr als 19 Prozent.

So haben sich die Tausenderkontaktpreise für Instagram und Facebook im Laufe des März beispielsweise auf ein Drittel reduziert. Unternehmer, die jetzt wachsam sind, nutzen diese Gelegenheit.

Skandinavier bleiben auf Kurs - Ausgaben in Großbritannien und Irland sowie Spanien brechen ein

Die Auswertung zeigt auch, dass Unternehmen europaweit versuchen, ihr Geschäft so normal wie möglich am Laufen zu halten, um für die Zeit nach der Krise in den Startlöchern zu stehen. Allerdings gibt es geografisch teilweise drastische Unterschiede.

So zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle. Die Ausgaben für unternehmerische Aktivitäten liegen in Schweden noch immer bei zwei Drittel verglichen mit Anfang März, in Dänemark bei 55 Prozent. Extrem gestaltet sich die Situation in Spanien, wo die Ausgaben auf ein Drittel zusammengeschrumpft sind. In Irland geben Unternehmen noch 40 Prozent, in Großbritannien noch ein Drittel der Ausgangswerte von Anfang März aus.

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