OpenAI-Ads

Criteo macht ChatGPT-Werbung direkt buchbar

KI-Bots werden nicht nur beim Einkauf gerne als persönliche Berater genutzt. Nun lassen sich dort Werbeflächen buchen. (Bild: Sebastian Halm/ChatGPT)
KI-Bots werden nicht nur beim Einkauf gerne als persönliche Berater genutzt. Nun lassen sich dort Werbeflächen buchen.

26.08.2026 - Werbetreibende in Deutschland können Anzeigen in ChatGPT nun über eine weitere Plattform buchen und mit Kampagnen in anderen Kanälen verbinden. Der Anbieter meldet hohe Klickraten und einen großen NeukundInnenanteil, legt zu den Ergebnissen jedoch keine absoluten Vergleichswerte vor.

von Dominik Grollmann

Die Advertising-Plattform Criteo   ermöglicht Werbetreibenden in Deutschland ab sofort die direkte Buchung von ChatGPT Ads   über die eigene Plattform. Damit steht neben Mediaagenturen ein zusätzlicher Buchungsweg zur Verfügung.

Die Integration wird auf insgesamt 31 europäische Märkte ausgeweitet, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Kampagnen lassen sich über die kanalübergreifende Commerce-Plattform von Criteo   mit weiteren Werbekanälen verknüpfen. Criteo bezeichnet sich als ersten Werbetechnologiepartner für ChatGPT Ads.

Criteo meldet hohe Klickraten

Nach Angaben von Criteo schalten bereits mehr als 2.000 Händler und Marken über die Plattform Werbung in ChatGPT. Die Klickraten sollen zwei- bis dreimal höher ausfallen als bei vergleichbaren Anzeigenformaten in anderen Umgebungen. Mehr als 80 Prozent des durch die Anzeigen erzeugten Traffics entfallen demnach auf NeukundInnen.

Auch die Konversionsraten liegen laut Criteo über denen anderer Verweiskanäle. Absolute Werte, Angaben zu den untersuchten Kampagnen und Details zur Vergleichsbasis nennt das Unternehmen in der Mitteilung nicht.

Werbeausgaben steigen nach Aktivierung einer neuen Funktion

Die Funktion Prompt Smart Ads   passt Anzeigentitel und Produktbeschreibungen automatisch an den Kontext einer Nutzeranfrage an. In ersten Tests seien die Werbeausgaben nach der Aktivierung etwa viermal höher ausgefallen. Ob zugleich Umsätze oder die Rentabilität der Kampagnen gestiegen sind, geht aus den veröffentlichten Zahlen nicht hervor.

OpenAI   hat ChatGPT Ads am 24. August auf 31 europäische Märkte ausgeweitet. Die Buchung erfolgt zunächst über das Werbeteam von OpenAI, Partneragenturen und Technologiepartner. Eine eigenständige Buchung über den Anzeigenmanager soll später im laufenden Quartal folgen.

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  • Bild: Leon Eichner
    Leon Eichner
    (EHI Retail Institute)

    Wenn der Agent mitentscheidet - Warum Vertrauen zum Erfolgsfaktor im Agentic Commerce wird

    Agentic Commerce verändert, wie Kaufentscheidungen im Internet vorbereitet und getroffen werden. Neben Menschen übernehmen zunehmend KI-Agenten die Produktsuche, den Vergleich von Angeboten und Teile des Kaufprozesses.Die aktuelle EHI-Studie zu Agentic Commerce zeigt, dass 86,1 Prozent der befragten Handelsunternehmen es für wahrscheinlich halten, dass KI-Agenten künftig Kaufentscheidungen ihrer Kundschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird der Aufbau von Vertrauen und Akzeptanz als eine zentrale Herausforderung beschrieben.Der Vortrag zeigt, was diese Entwicklung für Online-Shops bedeutet: Welche Informationen müssen aktuell, konsistent und maschinenlesbar vorliegen? Welche Rolle spielen Transparenz, verlässliche Produkt- und Serviceinformationen, Bewertungen und weitere nachvollziehbare Vertrauenssignale?Am Beispiel des EHI-Siegels wird erläutert, wie Online-Shops Seriosität, geprüfte Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale sowie Kundenorientierung sichtbar machen können. Dabei geht es nicht nur um die menschliche Wahrnehmung: In einer zunehmend agentischen Customer Journey wird entscheidend, ob relevante Informationen über einen Shop eindeutig, verlässlich und nachvollziehbar vorliegen. So entsteht die Grundlage dafür, dass ein Angebot von KI-Agenten nicht nur gefunden, sondern auch als relevant und vertrauenswürdig eingeordnet werden kann.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 21.10.26, 09:00 Uhr

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