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Kinder nutzen Social Media häufig ohne das Wissen der Eltern

30.04.2021 - Kinder nutzen Social Media häufig ohne das Wissen der Eltern - dafür aber auch für ihre Schulaufgaben. Auch bei den Sicherheitseinstellungen kennen sich Kinder häufig besser aus als ihre Eltern.

von Christina Rose

Wie nutzen Kinder Social Media, für wie sicher halten Eltern die verschiedenen Plattformen und wie ist es um ihre Medienkompetenz gestellt? Eine aktuelle Studie der Spezialagentur KB&B   ging diesen Fragestellungen nach - und fand unter anderem heraus, dass die Einschätzungen von Eltern und Kindern bezüglich der Social-Media-Nutzung teils weit auseinander gehen.

Mehrheit der Eltern versucht Medienkompetenz in persönlichen Gesprächen zu vermitteln

82 Prozent der Eltern haben klare Regeln vereinbart, wie, wozu und wie lange das Kind die sozialen Medien nutzen darf. 81,7 Prozent der Eltern sprechen mit ihrem Kind regelmäßig über die Schattenseiten der Social-Media-Nutzung und 74 Prozent reflektieren mit ihrem Kind ihre oder seine persönlichen Erfahrungen in den sozialen Medien. Auch bei der Einrichtung von Social-Media-Profilen bekommen Kinder elterliche Unterstützung: 70,9 Prozent der Eltern richten das Profil der vom Kind genutzten Social-Media-Apps zusammen mit dem Kind ein.

Die Mehrheit (75 Prozent) der Eltern bewertet den Überblick, den sie über das Verhalten ihrer Kinder in den sozialen Medien haben - was ihr Kind sehen und posten kann - als sehr gut bis gut. Häufig liegen sie damit jedoch falsch: Etwa 60 Prozent der Eltern geben an, dass ihr Kind Instagram   nicht nutzt - die gleiche Aussage treffen allerdings nur 31 Prozent der Kinder. Im Umkehrschluss heißt dies, dass rund die Hälfte der Kinder, die Instagram nutzen, dort ohne das Wissen der Eltern unterwegs ist. 43,5 Prozent der Eltern schätzen, dass ihr Kind TikTok   gar nicht nutzt - tatsächlich nutzen jedoch nur 29 Prozent der Kinder TikTok nicht. Auch hier findet also häufig eine Nutzung ohne das Wissen der Eltern statt.

Ein Drittel der Eltern finden Social-Media-Netzwerke für ihre Kinder unsicher

Ein Drittel der Eltern nimmt Social Media in Bezug auf die Nutzung durch das eigene Kind als kaum oder gar nicht sicher wahr. Trotzdem verzeichnen alle Social-Media-Kanäle einen leichten Zulauf in empfundener Sicherheit im Vergleich zum Vorjahr - sowohl bei den Kindern, als auch bei den Eltern.

Am unsichersten wird YouTube   eingeschätzt - sowohl von 33 Prozent der Eltern, als auch von jedem dritten Kind (33 Prozent). 28,8 Prozent der Eltern und 22 Prozent der Kinder finden, dass TikTok kaum oder gar nicht sicher sei. Am stärksten geht die Wahrnehmung bei Instagram und Whatsapp   auseinander: 29,8 Prozent der Eltern, jedoch nur 6,1 Prozent der Kinder, finden Instagram nicht sicher. Whatsapp empfinden 29,2 Prozent der Eltern und nur 4,5 Prozent der Kinder als nicht sicher.

Kinder kennen sich mit Sicherheitseinstellungen häufig besser aus als ihre Eltern

Am Beispiel TikTok wird deutlich, dass Kinder manche Kanäle besser beherrschen als ihre Eltern: 43 Prozent der Kinder kennen die Meldefunktion von TikTok, jedoch nur 36 Prozent der Eltern. Genutzt haben sie jeweils 17 Prozent der Kinder und Eltern. 40,9 Prozent der Kinder wissen zudem, wie sie auf TikTok einen anderen User sperren können - bei den Eltern sind es gerade mal 26,4 Prozent.

72 Prozent der Kinder im Alter von drei bis 14 Jahren nutzen Social Media vorrangig, um mit ihren FreundInnen virtuell in Kontakt zu bleiben. Rund jedes zweite Kind (48 Prozent) folgt auf Social Media hauptsächlich den Accounts beziehungsweise Personen, die sie oder er persönlich kennt. Tatsächlich nutzen Kinder die Plattformen auch für schulische Aufgaben: 15,8 Prozent der Kinder geben an, sehr oft oder oft Social Media für ihre Hausaufgaben zu nutzen.

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