Konzentration und Konsolidierung

Susan Rönisch, Redakteurin iBusiness (Bild: HighText Verlag OHG)
Susan Rönisch, Redakteurin iBusiness

17.05.2023 - Das Internetagentur-Ranking zeigt ein prinzipielles Problem von Digital- und Interaktivagenturen.

von Susan Rönisch

  • Die Großagenturen: Viele Agenturen, vor allem in den internationalen Netzwerken, melden - auch wegen der restriktiven Richtlinien der US-Börsenaufsicht im Sarbanes Oxley Act   - überhaupt nicht mehr. Der Internetagentur-Markt wird also noch stärker von großen Playern bestimmt, als das Internetagentur-Ranking das abbilden kann.

  • Die Groß-Nichtagenturen: So manches Digitaldickschiff macht - eben weil es so groß ist - die Mehrheit seines Umsatzes gar nicht im Bereich Internet-Fullservice - sei es als Consulting-Netzwerk oder als IT-Systemhaus. Der Internetagentur-Markt wird also noch stärker von großen Playern bestimmt, als das Internetagentur-Ranking das abbilden kann.

  • Die Kleinen, die Mittelständler, die inhabergeführten Agenturen: Für viele der rund 15.000 deutschen Internetagenturen ist das Internetagentur-Ranking den Aufwand nicht wert - man will eben nicht auf Platz 200+ landen. Der Internetagentur-Markt wird also noch stärker von großen Playern bestimmt, als das Internetagentur-Ranking das abbilden kann.

Diese drei nicht-sichtbaren Probleme führen dazu, dass der Internetagentur-Markt noch stärker von großen Playern bestimmt wird, als das Internetagentur-Ranking das abbilden kann.

Für die kleinen und mittelständischen Agenturen wird der Markt nicht zuletzt deswegen immer schwieriger. Und das ist auch der Grund, weswegen sie sich zunehmend von Großen aufkaufen lassen. Für die Großen auch der einzige Weg, an kompetentes Personal zu kommen.

Der Internetagentur-Markt wird sich also in den kommenden Jahren weiter konsolidieren.

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  • Bild: Olav A. Waschkies
    Olav A. Waschkies
    (Whitehall Reply)

    Zwischen Effizienz und Identitätsverlust: Wie KI und Plattformlogik Agenturen neu definieren

    Marketingagenturen sind mitten in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Laut Forrester werden sie bis Ende 2026 ihre klassische Rolle als Vertreter ihrer Kunden aufgeben und zunehmend zu Plattformanbietern eigener Produkte, Technologien und Lösungen werden.

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    Der Impuls beleuchtet zentralen Trends wie u.a. aus der Forrester-Studie "Predictions 2026: Marketing Agencies", ordnet sie kritisch ein und stellt die Frage: Wie viel Plattform darf eine Agentur sein, bevor sie ihre Marke verliert?

    Vortrag im Rahmen der Zukunftskonferenz 26. Trends in ECommerce, Marketing und digitalem Business am 03.12.25, 09:30 Uhr

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