Capgemini-Studie

Drei von vier Verbrauchern vertrauen KI-generierten Inhalten

20.06.2023 - Verbraucher würden sich von generativer KI unter anderem in Finanz-, Gesundheits- und Beziehungsfragen beraten lassen. Über Risiken von generativer KI für die Gesellschaft macht sich die Mehrheit keine Sorgen - trotz Gefahren durch Cyberangriffe, Fake News oder Deepfakes

von Dominik Grollmann

Generative KI ist in kürzester Zeit zu einem integralen Bestandteil des Privat- und Arbeitslebens vieler Menschen geworden. 51 Prozent der Verbraucher weltweit verfolgen die neuesten Trends im Bereich generativer KI und haben entsprechende Tools auch bereits ausprobiert. Das geht aus dem neuen Report des Capgemini Research Institute   "Why consumers love generative AI" hervor. Die Studie analysiert, wie Verbraucher weltweit generative KI nutzen, und warum sie der Schlüssel sein könnte, um die digitale Zukunft unserer Gesellschaft zu gestalten. Die Akzeptanz der ersten Generation generativer KI-Tools, so die Ergebnisse, ist über alle untersuchten Länder und Altersgruppen hinweg ähnlich hoch, einschließlich der älteren Generation der Babyboomer.



Viele Verbraucher würden sich in Lebensfragen von KI beraten lassen: Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) vertraut bei ihrer Finanzplanung auf generative KI. Zwei Drittel (67 Prozent) geben an, dass sie von medizinischen Diagnosen und Ratschlägen durch generative KI profitieren würden. Und 63 Prozent zeigen sich begeistert von der Aussicht, dass generative KI helfen könnte, neue Medikamente effizienter zu entwickeln. Darüber hinaus wären zwei Drittel (66 Prozent) der Verbraucher bereit, sich von generativer KI in persönlichen Beziehungsfragen oder bei der Lebens- und Karriereplanung beraten zu lassen. Dies gilt insbesondere für die Generation der Babyboomer, die hier die höchste Bereitschaft zeigt (70 Prozent).

Geringes Bewusstsein für ethische Fragen und möglichen Missbrauch

Generative KI kann unter anderem bei Cyberangriffen oder sogenannten Deepfakes eingesetzt werden, um Menschen zu täuschen. Das Bewusstsein der Verbraucher für diese Risiken ist jedoch gering. So macht sich fast die Hälfte (49 Prozent) der Verbraucher keine Sorgen darüber, dass generative KI eingesetzt werden kann, um Falschinformationen beziehungsweise Fake News zu erstellen. Nur 34 Prozent der Befragten sind über durch KI unterstützte Phishing-Angriffe besorgt.

Das Bewusstsein der Verbraucher für ethische Bedenken im Zusammenhang mit generativer KI ist ebenfalls gering: Nur 33 Prozent sind besorgt über mögliche Urheberrechtsprobleme, und noch weniger (27 Prozent) darüber, dass generative KI zum Kopieren von Produktdesigns und -formeln konkurrierender Unternehmen eingesetzt werden könnte.

Generative KI unterstützt immersives und interaktives Kundenerlebnis

Customer Experience ist ein Schlüsselfaktor für die Interaktion von Verbrauchern mit KI. 62 Prozent befürworten den Einsatz von generativer KI in Marketing und Werbung, sofern sich dies nicht negativ auf ihr Gesamterlebnis auswirkt.

Fast die Hälfte der Verbraucher (43 Prozent) wünscht sich sogar, dass Unternehmen generative KI in die Kundeninteraktion integrieren. 50 Prozent schätzen besonders die Möglichkeit, ihr Einkaufserlebnis durch generative KI immersiver und interaktiver zu gestalten. 67 Prozent der Verbraucher wünschen sich von generativer KI personalisierte Empfehlungen, zum Beispiel für Mode oder Einrichtungsgegenstände. Und 70 Prozent wenden sich sogar gezielt an generative KI-Tools, um nach Empfehlungen für neue Produkte und Services zu suchen. Die Mehrheit der Verbraucher (64 Prozent) würde auch aufgrund dieser Empfehlungen Käufe tätigen. Hier bestehen ebenfalls keine signifikanten Unterschiede zwischen den jüngeren und älteren Altersgruppen.

Ihr Guide im New Marketing Management - ab 6,23 im Monat!

Hat Ihnen diese Beitrag weiter geholfen? Dann holen Sie sich die ONEtoONE-Premium-Mitgliedschaft. Sie unterstützen damit die Arbeit der ONEtoONE-Redaktion. Sie erhalten Zugang zu allen Premium-Leistungen von ONEtoONE, zum Archiv und sechs mal im Jahr schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe.

Mehr zum Thema:
Diskussion:

Vorträge zum Thema:

  • Bild: Kevin Konrad
    Kevin Konrad
    (easyKaufmann Solutions)

    Intelligenter handeln mit Haufe X360 - Warum moderne KI direkt ins ERP gehört

    Personalmangel, steigende Datenmengen und wachsender Zeitdruck stellen Handelsunternehmen vor eine zentrale Frage: Wie lassen sich bestehende Ressourcen produktiver einsetzen? Gleichzeitig entwickeln sich moderne ERP-Systeme vom klassischen Verwaltungssystem zur intelligenten Arbeitsplattform. Cloud-Technologien und Künstliche Intelligenz eröffnen dabei neue Möglichkeiten, Informationen schneller verfügbar zu machen, Routineaufgaben zu reduzieren und Geschäftsprozesse intelligent zu unterstützen.
    In diesem Vortrag zeigt Kevin Konrad, COO und Prozessoptimierungs-Experte der easyKaufmann Solutions, am Beispiel von Haufe X360 und den neuen KI-Funktionen AI Assistant und AI Automation, wie KI direkt im ERP produktiv eingesetzt werden kann. Anhand konkreter Anwendungsfälle und einer Live-Demo wird praxisnah gezeigt, was bereits heute möglich ist und welche Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, um KI sinnvoll in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 20.10.26, 11:00 Uhr

www.hightext.de

HighText Verlag

Mischenrieder Weg 18
82234 Weßling

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Kooperationspartner des

Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.neuhandeln.de