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Schwarz-Gruppe kauft Papierfabrik

15.09.2022 - Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) sichert sich mit der Übernahme der Papierfabrik in Karlsruhe-Maxau von der Stora Enso-Gruppe den Zugang zur raren Ressource Papier - ein deutliches Zeichen in Richtung Prospektwerbung.

von Christina Rose

Durch den Kauf des Werks will die Schwarz Produktion   nach eigenen Angaben die zuverlässige Versorgung der Handelssparten der Schwarz Gruppe   mit umweltfreundlichem und ökologisch nachhaltigem Papier sicherstellen". Als Hauptrohstoff für die Papierherstellung in Maxau dient bereits heute Altpapier. Damit agiert die Schwarz Produktion auch in diesem Segment im Sinne einer besonders umweltschonenden Kreislaufwirtschaft.

Der Abschluss der Akquisition des Unternehmens mit ca. 440 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist für spätestens Anfang des Jahres 2023 geplant. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden. Die Schwarz Produktion plant, die Papierfabrik unter Einbindung der erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fortzuführen. Weiterhin sei beabsichtigt, in den Standort sowie in den Erhalt und die Entwicklung der fachlichen Expertise zu investieren.

"Die Schwarz Produktion stellt sich mit dem Kauf des Papierwerks noch breiter auf. Uns ist es besonders wichtig, die Versorgung der Handelssparten der Schwarz Gruppe mit nachhaltigen Produkten und Materialien abzusichern", so Jörg Aldenkott , Vorstandsvorsitzender der Schwarz Produktion. Am Standort Maxau wird seit 1883 Papier hergestellt. Die jährliche Produktionskapazität liegt derzeit bei rund 500.000 Tonnen Papier. Das Werk verfügt über direkte Anbindungen an den Schiffs- und Bahnverkehr. Ebenso vorhanden sind ein eigenes Klärwerk sowie ein Kraftwerk, das aus Biomasse
mittels Kraft-Wärme-Kopplung über die Hälfte des benötigten Stroms und 100 Prozent der Prozesswärme erzeugt.

Während Unternehmen wie Obi   , Rewe   und Manufactum   von gedruckten Prospekten und Katalogen abrücken, setzt die Lidl-Konzernmutter ein Zeichen in Richtung Printprodukte. Lidl bietet KundInnen auch ein digitales Angebot mit der Lidl-Plus App   . Laut Medienberichten wurde in Spanien die Auflage des Handzettels bereits um 20 Prozent gesenkt. Die Konzernführung dort hielte es gar für sinnvoll "für die Zukunft auf einen 100 Prozent digitalen Handzettel zu setzen", wird Claus Grande Sánchez , CEO von Lidl España, zitiert. Von gedruckten Werbeprospekten scheint der Konzern hierzulande noch nicht abrücken zu wollen.

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