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ChatGPT Ads knackt Milliardenmarke und öffnet Self-Service

ChatGPT Ad (Bild: OpenAI)
ChatGPT Ad

31.08.2026 - ChatGPT Ads wächst weniger als 200 Tage nach dem Start auf eine annualisierte Umsatzrate von einer Milliarde US-Dollar. Mit dem Start des Self-Service in Europa, Indien, dem Nahen Osten und Nordafrika öffnet OpenAI die Werbeplattform nun stärker für kleinere werbetreibende Unternehmen und Agenturen.

von Susan Rönisch

ChatGPT Ads   hat weniger als 200 Tage nach dem Start eine annualisierte Umsatzrate von einer Milliarde US-Dollar erreicht, teilt OpenAI   mit. Zehntausende WerbekundInnen nutzen die Plattform demnach bereits. Ab dem 31. August 2026 können Unternehmen Anzeigen in Europa, Indien, dem Nahen Osten und Nordafrika direkt über den Ads Manager   buchen.

Die Werbeplattform ist inzwischen in mehr als 40 Ländern verfügbar. Mit dem im Mai gestarteten Ads Manager hatte OpenAI den Zugang bereits für kleine und mittlere Unternehmen geöffnet, die nach Unternehmensangaben inzwischen einen wesentlichen Anteil des Werbegeschäfts ausmachen. Das Unternehmen arbeitet zudem mit mehr als 50 Technologie- und Messpartnern zusammen.

OpenAI baut Performance-Werkzeuge aus

Für Marketer entwickelt OpenAI ChatGPT Ads zunehmend in Richtung einer klassischen Performance-Plattform. Gebote nach Cost-per-Click sowie auf Ergebnisse optimierte Gebotsstrategien machen inzwischen den Großteil der Kampagnen aus. Pixel und Conversions API sollen Messung und Optimierung unterstützen. Hinzu kommen Produktfeeds, geografisches und plattformbezogenes Targeting sowie benutzerdefinierte Zielgruppen.

Als Vorteil gegenüber klassischen Werbeumfeldern stellt OpenAI den Nutzungskontext von ChatGPT   heraus: NutzerInnen formulieren dort konkrete Ziele, Anforderungen und Einschränkungen, wenn sie beispielsweise Software vergleichen, Jobs suchen oder Produkte und Dienstleistungen recherchieren. Das Werbesystem verwendet den Kontext der aktuellen Unterhaltung, um dazu passende Anzeigen auszuspielen. Abhängig vom Land und den Einstellungen können zusätzlich Informationen aus der breiteren ChatGPT-Nutzung einbezogen werden.

Werbung soll von Antworten getrennt bleiben

Nach Angaben von OpenAI beeinflussen Anzeigen die Antworten von ChatGPT nicht und werden als Werbung gekennzeichnet. Werbetreibende erhalten keinen Zugriff auf private Unterhaltungen. NutzerInnen können zudem steuern, wie stark ihre Werbeerfahrung personalisiert wird.

OpenAI nennt erste Beispiele für die Performance: Ein E-Commerce-Werbekunde habe über einen Zeitraum von 28 Tagen einen dreifachen Return on Ad Spend erzielt. Ein Technologiepartner berichtet zudem, dass mehr als 80 Prozent des durch Anzeigen erzeugten ChatGPT-Traffics von NeukundInnen stammen. Die Angaben lassen sich anhand der Mitteilung nicht unabhängig überprüfen.

OpenAI will ChatGPT Ads künftig in weiteren Märkten anbieten und zusätzliche Anzeigenformate, Kampagnenziele, Einkaufsmöglichkeiten und Messfunktionen einführen. Zudem plant das Unternehmen neue Möglichkeiten, wie Unternehmen innerhalb von ChatGPT mit NutzerInnen interagieren können.

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