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Digitalisierung scheitert noch an fehlender Abstimmung

 (Bild: Phil and Pam Gradwell/Flickr)
Bild: Phil and Pam Gradwell/Flickr unter Creative Commons Lizenz by

07.08.2019 - Obwohl fast drei Viertel aller Unternehmen mit der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen begonnen haben, sind nur elf Prozent der Unternehmen sehr zufrieden mit den Verantwortlichen für die digitale Transformation. Dies zeigt der Digital Means Business Report 2019 des IT-Dienstleistungsunternehmens NTT.

von Christina Rose

Unternehmen auf der ganzen Welt erzielen erste Erfolge mit der digitalen Transformation, aber es besteht immer noch die feste Überzeugung, dass es radikaler und weitreichender Veränderungen bedarf, um diese erfolgreich umzusetzen. Diese Erkenntnis, kombiniert mit einem Mangel an starker transformatorischer Führung sowie der Notwendigkeit, dann auch die Denkweisen der Belegschaft verändern zu müssen, hemmt viele Unternehmen:

  • Etwa 71 Prozent der Unternehmen, die sich in einem frühen Stadium der Transformation befinden, glauben nach wie vor, dass eine vollständige Umstrukturierung des Geschäfts- und Betriebsmodells die primäre Definition der digitalen Transformation ist.
  • Nur 49 Prozent der Befragten glauben, dass ihr Führungsteam über die richtigen Fähigkeiten verfügt, um die Durchführung der digitalen Transformation zu managen.
  • Fehlende Unterstützung durch die Leitung oder fehlende Eigenverantwortung der Führungskräfte gelten als die größten Hindernisse für den Erfolg.

Diese Defizite verdeutlichen, dass Führungskräfte sich selbst und das Arbeitsumfeld verändern sowie neue Verhaltensprioritäten und Leistungsindikatoren festlegen müssen, um einen proaktiveren, taktischeren und schrittweisen Ansatz für die Transformation voranzutreiben.

Die Umfrage zeigt aber auch, dass es einen direkten Zusammenhang gibt zwischen der Fähigkeit von Unternehmen, aus der digitalen Transformation regelmäßig relevante und ergebnisorientierte Wertschöpfung zu generieren und ihrer digitalen Reife. Dennoch besteht zurzeit immer noch ein erkennbarer Mangel an Abstimmung zwischen den IT-Teams und den anderen Unternehmensbereichen:

  • Nur 29 Prozent der Unternehmen sehen die digitale Transformation als Gemeinschaftsprojekt der Geschäftsbereiche und der IT.
  • 42 Prozent der Befragten sagen, dass Geschäftsbereiche und IT zwar stärker zusammenarbeiten - teilweise auch durch einen Chief Digital Officer unterstützt - sehr zufrieden mit der Planung und Umsetzung der Digitalisierungsmaßnahmen sind jedoch nur 12 Prozent.
  • Fast die Hälfte (49 Prozent) der Projekte zur digitalen Transformation sind immer noch ausschließlich IT-geführt.

Der Digital Means Business Report 2019 kann online heruntergeladen werden.

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