Anzeige
Anzeige

Robotic Process Automation: Noch bleibt viel Potenzial ungenutzt

03.06.2020 - Viele Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben das Potenzial von RPA-Lösungen erkannt: Mehr als die Hälfte von ihnen setzt die Software-Roboter, sogenannte Bots, inzwischen zur Prozess-Automatisierung ein. Wissensdefizite sorgen allerdings dafür, dass viel Potenzial ungenutzt bleibt.

von Christina Rose

Dies sind zwei der Kernergebnisse der Studie 'Robotic Process Automation in der DACH-Region - Analyse mit Blick auf Finance & Accounting', die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC)   erstellt hat. PwC hat 141 Unternehmen der DACH-Region aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und dem Dienstleistungssektor dazu befragt, wie weit sie beim Einsatz der Technologie sind und wofür sie RPA einsetzen. Der Großteil von ihnen erwirtschaftete 2019 einen Umsatz zwischen 100 und 500 Millionen Euro (61 Unternehmen) bzw. mehr als 500 Millionen Euro (54 Unternehmen).

Entscheider überschätzen Aufwand und Komplexität häufig

Software-Roboter zur Prozessautomatisierung sind bei den befragten Unternehmen recht verbreitet: Im Schnitt der drei untersuchten Länder setzen 54 Prozent die Technologie ein. Etwas höher ist der Durchschnittswert bei Unternehmen in der Schweiz (63 Prozent), in Österreich (57 Prozent) sowie bei mittelgroßen Unternehmen (57 Prozent). Die Mehrheit der Unternehmen, die noch keine Bots zur Automatisierung einsetzen, hat sich zum Befragungszeitpunkt noch nicht mit der Technologie befasst - 57 Prozent dieser Unternehmen geben dies an. Vor allem mittelgroße Unternehmen begründen so ihren Verzicht auf RPA (81 Prozent).

34 Prozent der Befragten beabsichtigen aber, mit dem RPA-Einsatz bald nachziehen zu wollen. Die übrigen zwei Drittel sorgen sich unter anderem wegen eines eventuell zu hohen Implementierungsaufwands (44 Prozent). Die häufigsten Einsatzbereiche für Bots sind das Controlling (63 Prozent), das Berichtswesen (61 Prozent), die Qualitätssicherung (41 Prozent) und die Validierung von Daten (ebenfalls 41 Prozent).

Die fortschrittlichsten Firmen setzen RPA bereits zu Preisverhandlungen im Einkauf oder, kombiniert mit Chatbots, im Kundenkontakt ein. Aber es gibt noch mehr Optionen. Bots könnten zum Beispiel auch kurzfristig eingesetzt werden, um Daten aus Systemen zusammenzutragen, die bisher nicht verbunden sind, um in Situationen wie der Krise schnell auf Knopfdruck und nach Bedarf Analysen zu erlauben.

Bots können menschliche Mitarbeiter entlasten

Die häufig geäußerte Sorge, dass die Software-Roboter viele menschliche Mitarbeiter ersetzen könnten, bestätigt die Studie nicht. Im Gegenteil: Rund 7 von 10 Unternehmen (72 Prozent), die RPA einsetzen, verzichten zugunsten der Bots nicht auf Angestellte. Lediglich 18 Prozent der Befragten geben an, dass sie direktes Reduktionspotenzial sehen. Von ihnen wollen die meisten höchstens zwei Vollzeitkräfte weniger beschäftigen.

Das Rechnungswesen gehört der Studie zufolge zu den Unternehmensabteilungen, in denen RPA besonders häufig zum Einsatz kommt. Hier haben Unternehmen ihre Bots bisher insbesondere auf Buchungen (75 Prozent) und Berichterstellungen (70 Prozent) programmiert. Mehr als 72 Prozent nutzen die Technologie in der Kreditorenbuchhaltung. Am zweithäufigsten nannten die Befragten die Debitorenbuchhaltung als RPA-Einsatzbereich, mit 51 Prozent allerdings deutlich weniger.

Mehr zum Thema:
Diskussion:
www.hightext.de

HighText Verlag

Schäufeleinstr. 5
80687 München

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Folgen Sie uns:



Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.versandhausberater.de