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Fachkräftemangel: Industrie ist auf Roboter angewiesen

06.02.2020 - Bis 2040 werden dem Arbeitsmarkt in Deutschland aufgrund des demografischen Wandels im Vergleich zu heute zehn Millionen Arbeitskräfte fehlen. Um die Folgen auszugleichen, setzen 77 Prozent der Industrieentscheider bereits auf "Kollege" Roboter.

von Christina Rose

Von dieser Entwicklung sind neben Konzernen zunehmend auch kleinere Firmen betroffen: Laut Prognose halten 84 Prozent den stark verbreiteten Einsatz von Robotertechnologie in mittelständischen Betrieben für keine Frage des "ob" sondern des "wann". Das sind Ergebnisse des Automatica-Trendindex 2020. Dafür wurden durch ein Marktforschungsinstitut im Auftrag der Weltleitmesse Automatica   insgesamt 100 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt, die in Industrieunternehmen über Robotik und Automation entscheiden.

216.000 Industrie-Roboter in Deutschland

Rund ein Viertel aller Erwerbstätigen arbeiten derzeit laut Statistischem Bundesamt allein im Industriesektor - das sind rund elf Millionen Menschen. Gleichzeitig sind in diesem Segment aktuell insgesamt rund 216.000 Industrie-Roboter im Einsatz. Damit rangiert Deutschland weltweit auf Rang fünf - so die jüngsten Zahlen der International Federation of Robotics. Was die Roboterdichte betrifft, kommen in der Automobilindustrie rund 1.270 Einheiten auf 10.000 Arbeitnehmer und im produzierenden Gewerbe rund 340.

Laut Automatica-Trendindex bestätigen 77 Prozent der Industrieentscheider, dass Roboter heute schon eine Schlüsselrolle spielen, um auf den Mangel von Arbeitskräften zu reagieren und die Automatisierung voranzutreiben.

Zu den wichtigsten Gründen, in Zukunft mit Robotern zu produzieren, gehören nach Meinung von rund 80 Prozent der Experten in den Industrieunternehmen:

  • Menschen schwere Lasten abnehmen
  • Die Handhabung gefährlicher Werkstoffe
  • Die Übernahme monotoner Arbeiten

Gleichzeitig berichten 81 Prozent, dass die Programmierung von Robotern tendenziell einfacher geworden ist und damit der Weg für den Einsatz in mittelständischen Betrieben geebnet wird.

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