Kaufverhalten

Verbraucher vertrauen Händlerinformationen und legen Wert auf Nachhaltigkeit

10.06.2024 - Konsumenten vertrauen bei Online-Kaufenscheidungen nach wie vor auf Produktinformationen, die über den Händler zugänglich sind. Marktplätze, soziale Medien und User Generated Content folgen abgeschlagen.

von Dominik Grollmann

Eine aktuelle Studie von Intellias   , einem Unternehmen für Softwareentwicklung und digitale Beratung, zeigt, dass deutsche Verbraucher bei Online-Kaufentscheidungen Produktinformationen aus Händlerquellen gegenüber Informationen von Drittanbietern bevorzugen. Die Studie, die vom Marktforschungsunternehmen Savanta   durchgeführt wurde, befragte mehr als 1.000 Konsumenten in Deutschland.

Händlershops und Apps sind wichtigste Informationsquellen

Die Ergebnisse zeigen, dass 72 Prozent der Befragten die Websites von Einzelhändlern als primäre Quelle für Produktinformationen nutzen, bevor sie einen Kauf tätigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Konsumenten direkt auf der Website eines Händlers über ein Produkt informieren, ist mehr als doppelt so hoch (55 Prozent) als bei Marktplätzen (26 Prozent). Nur 15 Prozent vertrauen vollständig auf Produktinformationen von Drittanbietern wie Marktplätzen. Weitere 30 Prozent der Käufer lassen sich vor dem Online-Kauf in einem Geschäft beraten, um mehr über ein Produkt zu erfahren. Etwa ein Drittel (34 Prozent) nutz Informationen aus Händler-Apps.

Unter den Social-Media-Kanälen, die bei Kaufentscheidungen als Informationsquelle dienen, ist YouTube die wichtigste soziale Plattform, auf die 18 Prozent der Verbraucher vertrauen, gefolgt von Facebook mit 15 Prozent. 21 Prozent der Konsumenten halten außerdem nutzergenerierte Inhalte (UGC) wie Kundenbewertungen und Rezensionen für eine relevante Informationsquelle.

Nachhaltigkeit und Transparenz gewinnen an Bedeutung

Neben dem Preis (wichtig für 92 Prozent der Befragten) spielen Nachhaltigkeitsaspekte bei der Kaufentscheidung eine immer größere Rolle. 39 Prozent der Verbraucher legen Wert auf Informationen zu ethischer und nachhaltiger Beschaffung sowie den CO2-Fußabdruck eines Produkts.

Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung von digitalen Produktpässen (DPPs), die Informationen über die Herkunft, Herstellung und Umweltverträglichkeit eines Produkts liefern sollen. DPPs sollen bis 2030 EU-weit eingeführt werden und Verbrauchern über QR-Codes oder Barcodes auf dem Produkt zugänglich sein.

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