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Adressdaten-Qualitat bei Unternehmen sinkt deutlich

22.10.2018 - Stimmt die Adresse nicht, kommt die Werbesendung nicht an. Das ist ein Problem fu?r alle, die im Kundendialog auf physische Mailings setzen. Umso erstaunlicher ist es, dass im Durchschnitt 16,4 Prozent der Kundenadressen von Unternehmen veraltet oder schlicht falsch sind - 2,2 Prozentpunkte mehr als 2015. Das ergibt die Adress-Studie 2018 von Deutsche Post Direkt.

von Christina Rose

Die auf Adress- und Datenmanagement spezialisierte Tochtergesellschaft der Deutschen Post hat fu?r die Studie eine Stichprobe der in 2017 durchgefu?hrten Adressbereinigungs-Projekte untersucht. Dafu?r wurden Ergebnisstatistiken von 200 Unternehmen in zehn Branchen anonymisiert und ausgewertet. Die Hauptursache fu?r Unzustellbarkeit mit einem Anteil von 7,5 Prozent liegt darin, dass Anschriften nicht aktuell sind, kein Nachsendeantrag vorliegt oder die Person verstorben ist. Relativ hoch ist der Anteil der Adressen, die bei Unternehmen nicht aktuell sind, fu?r die aber eine Umzugsadresse vorliegt (6 Prozent).

Neben Unzustellbarkeit drohen Image-Verlust und Konflikt mit dem Datenschutz



Bei vielen Adressen mussten zudem Schreibfehler in der Anschrift korrigiert werden, durchschnittlich bei 6,8 Prozent. Besonders auffa?llig waren fehlerhafte Adressen bei Einzelha?ndlern (12,7 Prozent), gemeinnu?tzigen Unternehmen (11 Prozent), im Automotive- (10,8 Prozent) sowie im Touristik-Bereich (9,7 Prozent). Das verhindert zwar nicht die Zustellung, hat aber negativen Einfluss auf die wahrgenommene Wertscha?tzung: Kunden a?rgern sich u?ber falsch geschriebene Namen - der Imageschaden ist damit vorprogrammiert. Ein weiteres Problem: Die Pflege und Aktualisierung der Adressbesta?nde ist gema?ß der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nicht nur weiter rechtlich zula?ssig, sondern sogar geboten, denn: Personenbezogene Daten mu?ssen korrekt und auf dem neuesten Stand sein.

Die Studie zeigt, dass jeder Bereich spezifische Probleme hat. Primus mit Blick auf die Adress- Qualita?t ist der Banken-Sektor, bei dem nur 7 Prozent der Adressen unzustellbar waren und lediglich 2,9 Prozent einer Fehler-Korrektur durch Deutsche Post Direkt bedurften. Eklatante Probleme mit der Adress-Qualita?t haben dagegen der O?ffentliche Bereich, Verlage und der Einzelhandel. Im O?ffentlichen Sektor, zu dem zum Beispiel auch Strom-, Gas- und Wasser- Versorger za?hlen, sowie bei Verlagen ist mit 26,7 bzw. 24,3 Prozent der Anteil unzustellbarer Adressen besonders hoch. Das gleiche gilt fu?r den Einzelhandel: Auch hier ist jede fu?nfte Adresse veraltet.

Jahr fu?r Jahr a?ndern sich Millionen von Adressdaten



Adressen unterliegen permanenten A?nderungen. Ein Blick in die Statistik zeigt: 2017 haben sich in Deutschland 163 Ortsnamen gea?ndert, rund 11.000 Straßen wurden neu angelegt, aufgeteilt oder umbenannt. Zudem veralten Adressen jedes Jahr durch rund 11 Millionen Umzu?ge, 900.000 Todesfa?lle sowie 400.000 Hochzeiten und 150.000 Scheidungen und die damit verbundenen Namensa?nderungen. Deshalb mu?ssen sich Unternehmen kontinuierlich um die Bereinigung und Aktualisierung ihrer Kundenadressen ku?mmern.

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