E-Commerce

Die schlimmsten Fehler der D2C-Anbieter

Nur jeder fünfte D2C-Shop liefert innerhalb von zwei Tagen. (Bild: Pixabay)
Nur jeder fünfte D2C-Shop liefert innerhalb von zwei Tagen.

19.04.2023 - Falsche Angaben zu den Versandkosten, schlechte Erreichbarkeit des Kundenservice und fehlerhafte Kundenkonten - es gibt vieles, worüber sich Kunden bei Online-Bestellungen ärgern. Das Versanderlebnis, das D2C- und Corporate-Brands ihren Kunden nach der Bestellung im Onlineshop bieten, ist an vielen Stellen noch verbesserungswürdig.

von Christian Gehl

Bei jeweils 50 Testbestellungen im Corporate- und D2C-Bereich hat parcelLab   , der Spezialist für Post-Purchase-Kommunikation, viele negative Überraschungen erlebt. Zu den in der D2C Versandstudie 2023   untersuchten Händlern zählen so namhafte Corporate-Marken wie Lego   , Giesswein   , Hugo Boss   und Adidas   . Unter den D2C-Shops hat ParcelLab unter anderem Just Spices   , Ankerkraut   , MyMüsli   und Everdrop   getestet.

Die wichtigsten Ergebnisse der Versandstudie


  • Nur 10 Prozent aller D2C-Marken bieten im Allgemeinen einen kostenlosen Versand an; bei den Unternehmensmarken sind es 20 Prozent, die kostenlos versenden.

  • 25 Prozent der D2C-Marken bieten nachhaltige Lieferoptionen an, verglichen mit nur 12 Prozent der Unternehmensmarken.

  • 36 Prozent der Bestellungen von D2C- und Unternehmensmarken kommen später an als angekündigt.

  • 82 Prozent der Unternehmensmarken akzeptieren kostenlose Rücksendungen; von den D2C-Marken berechnen 52 Prozent die Rücksendekosten.

  • 70 Prozent der D2C-Marken verschicken Markenpakete, verglichen mit 36 Prozent der Unternehmensmarken.

  • 46 Prozent der Unternehmensmarken liefern innerhalb von 2 Tagen, während nur 20 Prozent der D2C-Marken dies tun.

  • 60 Prozent der D2C-Marken verwenden nachhaltige Paketverpackungen, im Vergleich zu nur 48 Prozent der Unternehmensmarken.

  • 56 Prozent der D2C-Marken geben im Warenkorb keine Lieferprognose an, im Vergleich zu nur 20 Prozent der Unternehmensmarken.

  • 74 Prozent der Unternehmensmarken versenden in zu großen Kartons, im Vergleich zu nur 66 Prozent der D2C-Marken.

  • 10 Prozent der Unternehmensmarken lassen ihre Kunden mit ihren Rücksendungen allein, im Vergleich zu 36 Prozent der D2C-Marken.

  • 54 Prozent der Unternehmensmarken senden keine Status-Updates nach der Versandbestätigung, im Vergleich zu nur 32 Prozent der D2C-Marken.

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  • Bild: Leon Eichner
    Leon Eichner
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    Wenn der Agent mitentscheidet - Warum Vertrauen zum Erfolgsfaktor im Agentic Commerce wird

    Agentic Commerce verändert, wie Kaufentscheidungen im Internet vorbereitet und getroffen werden. Neben Menschen übernehmen zunehmend KI-Agenten die Produktsuche, den Vergleich von Angeboten und Teile des Kaufprozesses.Die aktuelle EHI-Studie zu Agentic Commerce zeigt, dass 86,1 Prozent der befragten Handelsunternehmen es für wahrscheinlich halten, dass KI-Agenten künftig Kaufentscheidungen ihrer Kundschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird der Aufbau von Vertrauen und Akzeptanz als eine zentrale Herausforderung beschrieben.Der Vortrag zeigt, was diese Entwicklung für Online-Shops bedeutet: Welche Informationen müssen aktuell, konsistent und maschinenlesbar vorliegen? Welche Rolle spielen Transparenz, verlässliche Produkt- und Serviceinformationen, Bewertungen und weitere nachvollziehbare Vertrauenssignale?Am Beispiel des EHI-Siegels wird erläutert, wie Online-Shops Seriosität, geprüfte Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale sowie Kundenorientierung sichtbar machen können. Dabei geht es nicht nur um die menschliche Wahrnehmung: In einer zunehmend agentischen Customer Journey wird entscheidend, ob relevante Informationen über einen Shop eindeutig, verlässlich und nachvollziehbar vorliegen. So entsteht die Grundlage dafür, dass ein Angebot von KI-Agenten nicht nur gefunden, sondern auch als relevant und vertrauenswürdig eingeordnet werden kann.

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