Agenturen & Wandel im Marketing

B2B-Agentur Weitkamp startet neues Marketingmodell für den Mittelstand

Volker Weitkamp, Geschäftsführer der B2B-Agentur Weitkamp Marketing (Bild: Weitkamp Marketing)
Volker Weitkamp, Geschäftsführer der B2B-Agentur Weitkamp Marketing

14.08.2026 - Wachsende Kanalvielfalt, mehr Spezialdisziplinen und Künstliche Intelligenz verändern die Organisation von Marketingteams. Weitkamp Marketing setzt deshalb auf ein Service-Modell, mit dem Industrieunternehmen operative, koordinierende oder strategische Marketingkompetenz flexibel beziehen können.

von Susan Rönisch

Die Osnabrücker B2B-Agentur Weitkamp Marketing hat mit Marketing as a Service   ein Betreuungsmodell für den industriellen Mittelstand entwickelt, bei dem Unternehmen Marketingfunktionen kontinuierlich extern beziehen können. Das Angebot soll von operativer Unterstützung bis zur strategischen Marketingführung reichen.

Hintergrund ist nach Einschätzung von Agentur-Geschäftsführer Volker Weitkamp die zunehmende Spezialisierung des Marketings. Unternehmen müssten heute unter anderem Kompetenzen in Suchmaschinenoptimierung, Social Media, Content, Web, Kampagnensteuerung und Künstlicher Intelligenz abdecken. Diese Bandbreite lasse sich immer schwerer in einer einzelnen Marketingstelle bündeln. "Viele Unternehmen versuchen noch immer, eine enorme Bandbreite an Marketingaufgaben in einer einzigen Stelle abzubilden. Gleichzeitig entwickeln sich Disziplinen wie SEO, Social Media, Content, Web, Kampagnensteuerung und KI immer schneller. Das ist für eine einzelne Person kaum noch vollständig zu beherrschen", erklärt Weitkamp.

Drei Stufen für unterschiedliche Aufgaben

Das Modell umfasst drei Leistungsstufen:
  • "Marketing Daily" konzentriert sich auf operative Aufgaben und die laufende Umsetzung.
  • "Marketing Management" soll Kommunikation, Maßnahmen und Vertriebsunterstützung koordinieren.
  • "Marketing Growth" richtet sich an Unternehmen, die auch strategische Steuerung, Sichtbarkeit und Neukundengewinnung extern abdecken wollen.

Anders als bei klassischen projektbezogenen Agenturaufträgen soll die Zusammenarbeit dauerhaft organisiert werden. Unternehmen erhalten feste AnsprechpartnerInnen und greifen je nach Bedarf auf unterschiedliche SpezialistInnen zurück. Das Modell kann interne Marketingteams ergänzen, soll sie aber nicht grundsätzlich ersetzen.

KI soll Produktivität der Teams erhöhen

Künstliche Intelligenz spielt dabei vor allem als Produktivitätswerkzeug eine Rolle. Sie kann nach Einschätzung der Agentur unter anderem Recherche, Analyse und Contentproduktion beschleunigen. Positionierung, strategische Entscheidungen und Qualitätskontrolle sollen dagegen weiterhin bei den beteiligten Fachleuten liegen.

Für Unternehmen verschiebt sich damit nach Ansicht Weitkamps auch die Kostenfrage. Statt lediglich Personalkosten einer internen Stelle mit Agenturhonoraren zu vergleichen, müssten Unternehmen bewerten, welche Kompetenzen sie tatsächlich dauerhaft benötigen und welche sie bei Bedarf extern beziehen können. Gerade für mittelständische Industrieunternehmen könnten solche hybriden Modelle damit zu einer Alternative beim Aufbau ihrer Marketingorganisation werden.

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