Informationspflicht

Verbraucherschutz: Online geht es oft fairer zu als vor Ort

31.01.2024 - Verbraucherinnen und Verbraucher fühlen sich online überwiegend gut informiert und fair behandelt. Zugleich sieht eine Mehrheit keine Notwendigkeit für zusätzliche Vorgaben zum Verbraucherschutz im Internet.

von Susan Rönisch

So fühlen sich 39 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer online fairer behandelt als vor Ort im Laden oder in der Filiale, 33 Prozent halten die Offline-Welt für fairer. 53 Prozent halten sich online für besser informiert, 32 Prozent sagen das für Vor-Ort-Angebote. Nachholbedarf gibt es vor allem bei der Sicherheit: Nur 22 Prozent fühlen sich online sicherer, 62 Prozent dagegen bei klassischen Angeboten. Zudem sieht eine knappe Mehrheit (55 Prozent) keine Notwendigkeit für neue Verbraucherschutz-Vorschriften im Internet. 47 Prozent halten den Verbraucherschutz für genau richtig, 8 Prozent sogar für übertrieben. Ein Drittel (33 Prozent) findet hingegen, er sei nicht ausreichend. Verbraucherinnen und Verbraucher fühlen sich überwiegend online gut informiert und fair behandelt. Zugleich sieht eine Mehrheit keine Notwendigkeit für zusätzliche Vorgaben zum Verbraucherschutz im Internet. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 1.013 Internetnutzerinnen und -nutzern ab 16 Jahren, die der Bitkom   im vorgestellt hat.

Dabei ist 94 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer bei Online-Angeboten die Benutzerfreundlichkeit sehr wichtig oder wichtig. Sie liegt damit zusammen mit Sicherheit und Kosten (ebenfalls je 94 Prozent) ganz vorne. Dahinter folgen Fairness (91 Prozent) und Datenschutz (90 Prozent) sowie Aktualität (88 Prozent) und Kundendienst (85 Prozent). Rund drei Viertel (73 Prozent) halten das Herkunftsland des Anbieters für wichtig, rund zwei Drittel (64 Prozent) die Nachhaltigkeit des Angebots und etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) die Barrierefreiheit.

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    Jamal Lammert
    (eco - Verband der Internetwirtschaft e.V.)

    Transparente KI: Was Nutzer wissen müssen - und Unternehmen leisten müssen

    Künstliche Intelligenz ist längst fester Bestandteil digitaler Produkte und Marketingprozesse - von Chatbots über personalisierte Empfehlungen bis hin zu generierten Inhalten. Doch wann müssen Nutzer erkennen können, dass sie mit einer KI interagieren? Welche Transparenzpflichten ergeben sich aus dem europäischen AI Act, und welche Bedeutung hat der Code of Practice sowie die neuen Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI-Systemen? Der Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick über die zentralen Transparenzanforderungen des AI Acts mit besonderem Fokus auf nutzerbezogene Informationspflichten. Darüber hinaus wird erläutert, wie der Code of Practice und die Leitlinien der Kommission die gesetzlichen Vorgaben konkretisiert und welche Auswirkungen sich daraus für Unternehmen und das Onlinemarketing ergeben.

    Vortrag im Rahmen der Daten & KI 26 am 08.09.26, 10:30 Uhr

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