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Digitaler Arbeitsplatz: Juristen flop, ITler topp

 (Bild: Pixabay / CC0)

04.09.2019 - Unternehmen im IT-Sektor sind Vorreiter, wenn es um den Digital Workplace in der eigenen Organisation geht. Ganz im Gegensatz zu Unternehmen im Rechtswesen: Was die digitale Arbeitsausstattung, moderne Raumkonzepte und eine Kultur der Zusammenarbeit betrifft, erhalten Kanzleien und Steuerberater die geringsten Zustimmungswerte von den Beschäftigten in dieser Branche.

von Sebastian Halm

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschers YouGov , im Auftrag der Full-Service Intranet-Agentur Hirschtec , unter 1.000 Berufstätigen, die hauptsächlich im Büro arbeiten, in Deutschland.

Während heute bereits 74 Prozent der Berufstätigen, die in der IT- und Technologiebranche tätig sind, das Gefühl haben, das­­­s die digitale Arbeitsausstattung in ihrem Unternehmen einen hohen Stellenwert einnimmt, sind es bei den Befragten im Rechtswesen nur 59 Prozent - und damit 15 Prozent weniger. Ein ähnliches Bild zeigt sich mit Blick auf moderne Raumkonzepte und die im Unternehmen gelebte Kultur des Teilens von Informationen: Bereits über die Hälfte (54 Prozent) der Berufstätigen in der IT-Branche stimmt (voll und ganz) zu, dass die räumliche Ausstattung der Büroflächen den Austausch und die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander unterstützt. 55 Prozent von ihnen sind zudem überzeugt, dass in ihrem Unternehmen eine Kultur des Teilens und der Zusammenarbeit besteht.

Auch hier sind es wieder die Berufstätigen in der Rechtsbranche, die in ihrem Unternehmen am seltensten eine derartige räumliche Ausstattung (42 Prozent: "stimme voll und ganz zu" + "stimme zu") und eine Kultur der Zusammenarbeit (41 Prozent: "stimme voll und ganz zu" + "stimme zu") beobachten. Nur der Großhandel erhält mit Blick auf die Kultur der Zusammenarbeit gleich niedrige Zustimmungswerte.

Ebenfalls interessant: Den größten Modernisierungsbedarf beim Digital Workplace scheinen übrigens die Beschäftigten in der Finanzbuchhaltung bzw. dem Rechnungswesen zu sehen. Geben im Branchendurchschnitt nur knapp ein Drittel (29 Prozent) der Berufstätigen an, dass sie diesen für sehr hoch bzw. hoch halten, sind es bei den Berufstätigen in dieser Branche mit 41 Prozent deutlich mehr. Ein möglicher Grund: In der Buchhaltung und dem Rechnungswesen wurde in der Vergangenheit noch viel manuell abgewickelt. Zwar hat die Digitalisierung das Controlling mittlerweile längst erreicht. Gerade was die Modernität des digitalen Arbeitsplatzes im Hinblick auf Hardware, Anwendungsprogramme und den Zugang zur digitalen Arbeitsumgebung von außerhalb des Unternehmens betrifft, wünschen sich die Berufstätigen aber weiter Verbesserungen.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1.000 Personen aus Deutschland, die überwiegend im Büro arbeiten, zwischen dem 10.05.2019 und 17.05.2019 teilnahmen.

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