01.12.2025 - Die zweitniedrigste Zahl von Beschäftigten in deutschen Agenturen seit dem Jahr 2015 hat das Statistische Bundesamt im August 2025 gezählt.
von Joachim Graf
Die Krise der Agenturen schlägt sich auch auf die Beschäftigtenzahl nieder. Das ist das Ergebnis einer iBusiness-Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamt (Destatis)
. Waren die Jahre 2021 bis 2023 davon geprägt, die Entlassungswelle im Zuge der Corona-Pandemie wieder auszugleichen, so ist seit dem Jahr 2024 ein kontinuierlicher Rückgang der Beschäftigtenzahl zu beobachten:
Im Jahr 2024 ging die Beschäftigtenzahl erstmals wieder um 1,1 Prozent zurück. Dieser Personalabbau hat sich in den ersten acht Monaten deutlich beschleunigt. Von Januar bis Juni lag das Minus bei den Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat zwischen einem und zwei Prozent. Das hat sich in den Sommermonaten beschleunigt. Im Juli und August 2025 zählte Destatis 2,9 beziehungsweise 3,5 Prozent weniger Agenturmitarbeitende in Deutschland als in den Vorjahresmonaten.
Vergleicht man das Beschäftigungsniveau des Jahres 2015 mit den Folgejahren, so waren im Jahr 2020 nur noch 88 Prozent so viele Menschen in Agenturen beschäftigt wie 2015 - nach 95 Prozent im Jahr davor. Dieser Anteil erhöhte sich bis zum Jahr 2013 wieder auf 95 Prozent und schmolz dan kontinuierlich ab. Aktuell sind ein Zehntel Menschen weniger in Deutschlands Agenturen beschäftigt als noch 2015 (90,1 Prozent).
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