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Checkliste

Wie Händler ihre Angebotskommunikation digitaler aufsetzen

07.06.2022 - Weil Print-Prospekte zu immer höheren Kosten führen und auch die Reichweite der Print-Zeitungen begrenzt ist, suchen viele Händler nach zukunftsträchtigen Alternativen, potentielle Kunden über ihre Angebote zu informieren. So geht's:

von Frauke Schobelt

Stark gestiegene Papierpreise, gesunkene Zeitungsauflagen und höhere Kosten für die Verteilung durch die geplante Anhebung des Mindestlohns setzen den Markt für Haushaltswerbung unter Druck. Benjamin Thym, CEO der Offerista Group   , gibt Händlern eine Checkliste an die Hand, wie sie ihre Angebotskommunikation in 4 Schritten neu aufsetzen.

  1. Die eigene digitale Reichweite ausbauen
    Der Preis für Papier hat sich 2021 laut Statistischem Bundesamt   deutlich verteuert. Grund: Rohstoffmangel und knapp gewordene Produktionskapazitäten. Digitale Kanäle bieten den Händlern daher eine sinnvolle Alternative. Wollen sie ihre Angebotskommunikation neu aufsetzen, muss im ersten Schritt die eigene Präsenz in der digitalen Welt aufgebaut und/oder ausgebaut werden. Die Möglichkeiten zur Sichtbarkeit im Netz sind dabei vielfältig und je nach Branche und Zielgruppe anpassbar. Sei es nun über digitale Aktionsplattformen, Apps für shopping-affine Nutzer oder Social Media Ads, um nur ein paar Möglichkeiten zu skizzieren. Über diverse Wege können Bestandskunden als Ergänzung zum gedruckten Werbemittel auch hierüber angesprochen werden. Der Content aus dem Print-Prospekt liegt dabei bereits vor, wird ins Digitale übertragen und Konsumenten können diese einfach online abrufen.

  2. Neukundenansprache über digitale Kanäle
    Im zweiten Schritt ist es essenziell, dass Händler die richtigen Channel auswählen, damit sie ihre Zielgruppe erreichen. Dabei ist es wichtig, dass sie nicht in Silos denken, sondern alle Kanäle auf ihr Ziel-KPI optimieren und benchmarken, um ihr Budget möglichst effektiv einzusetzen. Die verkaufte Gesamtauflage der Tageszeitungen in Deutschland geht laut Statista seit Jahren immer weiter zurück, gleichzeitig steigt die Online-Nutzung. Laut ARD/ZDF Online-Studie   nutzen 2021 fast 67 Millionen Menschen das Internet. Während die Reichweite der gedruckten Zeitungen und damit auch die Möglichkeiten, Konsumenten über Print-Beilagen anzusprechen sinken, bieten digitale Kanäle neue Optionen, die Zielgruppe zu erreichen. Händler können ihre digitalen Angebote zudem durch eine Vielzahl an Maßnahmen wie beispielsweise Engagement Ads, Platzierungen auf Social-Media-Plattformen, App-Push-Nachrichten sinnvoll ergänzen.

  3. Adaption von Prospekten an die digitale Welt
    Eine digitale Angebotskommunikation profitiert von den Vorteilen des Online-Marketings und damit auch von den Möglichkeiten zur Messbarkeit der Werbewirkung. Daher sollten herkömmliche Prospekte im nächsten Schritt an die digitale Welt angepasst werden. Während sich bei Print-Maßnahmen die Werbeerfolge kaum messen lassen, bieten digitale Prospekte die Möglichkeit, genau nachzuvollziehen, wie die User mit dem Werbemittel interagiert haben. Ein weiterer Vorteil, den digitale Werbemaßnahmen bieten: Durch die Integration von zusätzlichen Inhalten wie Bewegtbild-Content können Händler ihren Konsumenten durch den unterhaltenden, interaktiven Charakter einen Mehrwert bieten und ihre digitale Angebotskommunikation ansprechender gestalten als dies bei gedruckten Werbemaßnahmen der Fall ist. Print KPIs können allerdings nicht eins zu eins ins Digitale übertragen werden. Händler müssen daher klare Kennzahlen für digitale Maßnahmen schaffen.

  4. Verzahnung aller Marketingaktivitäten
    Die Customer Journey wird immer komplexer. Kunden informieren sich über verschiedene Wege - online und offline - über Angebote. Daher ist es für Händler im nächsten Schritt nötig, so viele relevante Apps und Portale wie möglich zu bespielen. Gut koordinierte Cross-Channel-Kampagnen sprechen Konsumenten zur richtigen Zeit am richtigen Ort an und können eine effiziente Werbewirkung erzielen.

    Händler stehen derzeit vor der Herausforderung, ihre herkömmliche Marketingmaßnahmen zu überdenken. Gedruckte Medien allein reichen nicht mehr aus. Digitales Marketing ist für die Angebotskommunikation zu einer wichtigen Säule geworden, die die Maßnahmen im Print-Bereich sinnvoll erweitert. Mit wenigen Schritten können Händler jedoch ihre Maßnahmen in digitale Kanäle bringen und Konsumenten cross-Channel erreichen.

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Vorträge zum Thema:

  • Bild: Sven Müller
    Sven Müller (AutLay - Automatisches Layout GmbH)

    Data has a better idea: Das Wissen über Ihre Kunden richtig nutzen, um den Wert Ihrer Printanstöße zu maximieren

    Im Print ist oftmals noch die Massenkommunikation der Standard - das wirkt beim Versender und beim Empfänger oft nicht mehr zeitgemäß und hat einen negativen Einfluss darauf, wie der Kommunikationskanal in der heutigen Zeit wahrgenommen wird.

    Schade ist dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass werbetreibende Unternehmen immer mehr Wissen über ihre Kundinnen und Kunden aufbauen, was eine gute Grundlage für eine werthaltige, Kontext-bezogene und individualisierte Printkommunikation darstellen würde. Allerdings wird das Wissen aktuell (wenn überhaupt) meist in digitalen Kanälen verwertet.

    Der Vortrag gibt einen Überblick darüber, welche Informationen Werbetreibende über ihre Kundinnen und Kunden haben (können) und welche Ebenen der Printkommunikation sich damit auf die Empfänger(-innen) des Werbemittels zuschneiden ließen. Dabei gibt es deutlich mehr Möglichkeiten als "nur" die Auswahl der Inhalte / Produkte zu individualisieren.

    Vortrag im Rahmen der Zukunftskonferenz 2023. Trends für ECommerce, Marketing und digitales Business am 07.12.22, 14:10 Uhr

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