Point of Sale

Keine Kassen und Rund-um-die-Uhr-Öffnung: So digital wird die Handelszukunft

17.02.2022 - Zwei kombinierte Studien zeigen, was HändlerInnen und Internet-NutzerInnen für die nahe Zukunft am Point of Sale erwarten. Es soll auf jeden Fall sehr digital werden.

von Sebastian Halm

Jeder zweite Händler (49 Prozent) und auch die Hälfte der Internetuser (50 Prozent) gehen davon aus, dass im Jahr 2030 durch den Einsatz digitaler Lösungen viele Geschäfte durchgängig, also 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein werden. 69 Prozent der Händler und 51 Prozent der Internetuser gehen davon aus, dass die Kassen schon bald aus den Läden verschwinden werden und das Bezahlen beim Verlassen eines Geschäfts automatisch ablaufen wird.

Neben erweiterten Öffnungszeiten und kassenlosen Verkaufsräumen wird auch ein Maximum an Transparenz erwartet: Herkunft, CO2-Fußabdruck, Inhaltsstoffe und weitere relevante Produktinformationen sollen künftig direkt im Laden für die Kundschaft verfügbar sein - 72 Prozent der Händler und 69 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher gehen davon aus, dass dies bereits 2030 der Fall sein wird. Dies zeigen zwei Befragungen, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurden.

Persönliche Beratung soll es zumindest in Deutschland aber weiterhin geben. Immerhin ein Drittel sowohl auf Händler- (31 Prozent) wie auch auf Verbraucherseite (33 Prozent) geht aber davon aus, dass digitale Verkaufsassistenten und -berater im stationären Handel bis zum Jahr 2030 weit verbreitet sind und es kein Verkaufspersonal mehr geben wird. An den verbreiteten Einsatz von Verkaufsrobotern, die die Kundschaft durch den Laden führen, glauben 26 Prozent der Händler und 29 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer. Auch am Bargeld scheiden sich die Geister. So sagen knapp 3 von 10 Händlern (28 Prozent), dass Bargeld im stationären Handel künftig vielerorts nicht mehr angenommen wird. Bei den Internetusern ist es fast die Hälfte (46 Prozent), die sich auf den Abschied von Scheinen und Münzen im Geschäft einstellt. 50 Prozent geben an, schon jetzt Zahlungen mit Bargeld so oft wie möglich zu vermeiden.

Der stationäre Handel in Deutschland muss sich neu erfinden

In Krisenzeiten hängen die Verbraucherinnen und Verbraucher am stationären Handel. So kaufen 6 von 10 (60 Prozent) Internetnutzerinnen und -nutzern bewusst bei Einzelhändlern in ihrer Nähe ein, um ihnen in der Corona-Pandemie die Treue zu halten. Gleichwohl vermissen etwa genauso viele (61 Prozent) ein Online-Angebot der Geschäfte in ihrer Region. Immerhin stellen 35 Prozent fest, dass sich das Online-Angebot seit Ausbruch der Pandemie bereits deutlich verbessert hat. Es müsse jetzt ein Umdenken stattfinden. Denn 8 von 10 (82 Prozent) Internetnutzerinnen und -nutzern sowie auch 7 von 10 (71 Prozent) Händlern der Meinung, dass sich der stationäre Handel in den Innenstädten neu erfinden muss.

Grundlage der Angaben sind Umfragen, die Bitkom Research   im Auftrag des Digitalverbands Bitkom   durchgeführt hat: Zum einen eine telefonische Befragung von Mitte Juli bis Ende August 2021 mit 505 Handelsunternehmen in Deutschland, sowie eine Online-Befragung von Mitte bis Ende Oktober 2021 mit 1.109 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Die Umfragen sind repräsentativ.

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