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Beacon-Push-Nachrichten verlängern den Ladenbesuch

05.06.2015 - Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat ein Beacon-Pilotprojekt des Location-Based-Service-Anbieters Gettings hinsichtlich der Effektivität von Promotion-Nachrichten ausgewertet. Demnach erhöhen Coupons, die via Beacon-Technologie auf das Smartphone gesendet werden, die Besucherzahlen von Stationärläden um 23 Prozent, so ein Ergebnis der Untersuchung.

Das Institut für Electronic Commerce und Digitale Märkte (ECM) der LMU wertete die Daten im Zusammenhang mit dem 2014 stattgefundenen Düsseldorfer Beacon-Projekt von Gettings aus. Grundlage sind 1.034 Beacon-Kontakte von Juli bis Dezember 2014. Es wurden 17 Coupon- und 17 Display-Kampagnen von der LMU analysiert.

Die Untersuchung ergab, dass sich die Aufenthaltsdauer der Endverbraucher am Point-of-Sale (PoS) verlängert, wenn Nutzer eine Beacon-Nachricht mit Coupon erhalten: Sie steigert sich um 31 Prozent - verglichen mit Besuchern, die keine Nachricht erhielten. Je interessanter der Inhalt für Konsumenten, desto höher die Klickrate, folgt man der Studie: Mobile Coupons steigerten diese um 313 Prozent, reine Willkommens-Nachrichten ohne Coupon lassen die Klickrate um 229 Prozent wachsen, so die Ergebnisse.

Beacon-Push-Nachrichten hätten aber nicht nur einen positiven Effekt für den PoS, sondern auch auf die Nutzung der Anbieter-App: Sobald eine Nachricht ausgespielt wurde, erhöhte sich die Aktivität des Users in der Gettings-App um das Doppelte.

"Beacon-Nachrichten erzielen eine hohe Aufmerksamkeit beim Nutzer. Sie bestätigen damit auch die Resultate unserer Auswertung des gesamten Projektes. Da Beacons unmittelbar vor Ort ausgespielt werden, ist der Anreiz für Endverbraucher höher, denn sie sehen das angebotene Produkt sofort im Ladengeschäft", so Boris Lücke, Geschäftsführer von Gettings. "Somit unterstützt diese Technologie den stationären Handel."

Professor Martin Spann, Institut für Electronic Commerce und Digitale Märkte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, sagt: "Auch wenn sich momentan Faktoren wie geringe Reichweite und die teilweise nicht vorhandene technische Ausstattung der Smartphones hinderlich auf die Nutzung von Beacons auswirken, ist die Technologie grundsätzlich ein sehr wirksames Mittel, um Verbraucher anzusprechen. Verwendet der stationäre Handel sie in Kombination mit anderen Technologien zur standortbezogenen Werbung, kann sich die Effektivität der Kundenansprache um ein Vielfaches erhöhen." (smü)