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Videotelefonie: Beobachtet-werden als neues, besorgniserregendes Normal

16.12.2022 - Experten sehen im alarmierende Tendenzen beim Homeoffice-bedingten Gewöhnungseffekt an Beobachtung von Seiten des Arbeitgebers. Ein beunruhigendes neues Normal werde etabliert.

von Sebastian Halm

Datenschutz-ExpertInnen des Forschungszentrums ATHENE   und der Universität Kassel   haben das Verhalten von Menschen unter Beobachtung untersucht. Ein Schwerpunkt der Studie: Videotelefonie im Home Office.

Bei Videotelefonie, die während der Corona-Pandemie im beruflichen Alltag stark zugenommen hat, haben die Forschenden bei den Befragten einen Gewöhnungseffekt festgestellt. 60 Prozent der StudienteilnehmerInnen gaben an, sich im Vergleich zu Beginn der Pandemie weniger von der Übertragung ihres Videos gestört zu fühlen. Die Forschenden sehen hier ein Alarmzeichen, dass sich das Beobachtetsein als neue Normalität etablieren könnte.

Es drohe hier ein Verlust des Gefühls für Privatsphäre. Hier könnten laut den WissenschaftlerInnen schon ganz einfacher technischer Selbstdatenschutz wie Sichtschutzklappen vor Webcams helfen. Allerdings sehen die Forschenden auch einen Regelungsbedarf darüber hinaus: In den Fällen, in denen das ständige Beobachtetwerden bereits ein Ausmaß angenommen hat, bei dem der Einzelne die damit einhergehenden Gefahren überhaupt nicht mehr absehen und einschätzen kann, muss über eine sinnvolle gesetzliche Regulierung und deren Umsetzung und Vollziehung in effektiver Weise nachgedacht werden, so die Autorinnen und Autoren.

Die Forschenden haben einen begrenzten Kreis von 20 Teilnehmenden befragt, die alle aus dem deutschsprachigen Raum stammen und als Angestellte mit Videokonferenzsystemen arbeiten, insgesamt zehn Männer und zehn Frauen zwischen 18 und 67 Jahren.

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