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Ob AR, Data Hubs oder Smart Mirror - das sind die Commerce-Trends 2020

von Marc Bohnes, Episerver GmbH

Nicht nur ein neues Jahr, sondern auch ein neues Jahrzehnt hat gerade begonnen. Zeit, sich zu fragen, welche Trends den Handel in Zukunft erwarten werden. Die Entwicklungen reichen dabei von der Verschmelzung von on- und offline über datengetriebene Marketing-Strategien bis hin zum konkreten Einsatz von AR und VR beim Einkauf.

Auf was es im Handel 2020 für Marketer und Retailer besonders ankommt:

Trend 1: Der Kunde als Shop-Mitarbeiter
2020 wird geprägt durch eine zunehmend engere Zusammenarbeit zwischen Kunden und den Mitarbeitern vor Ort im Shop - gerade in Hinblick auf die Verschmelzung der digitalen und offline-basierten Customer Experience. So werden beispielsweise das kontaktlose Bezahlen via iPad des Händlers oder Smartphone sowie das Vermeiden von Wartezeiten an der Kasse durch "Pick and Collect"- oder "Self Checkout"-Konzepte an Bedeutung gewinnen. Hier steht vor allem das schnellere und schlankere Bezahlerlebnis im Vordergrund. Marken und Retailer sollten das in ihren strategischen Überlegungen berücksichtigen und neue Konzepte zur Be- und Anreicherung der Customer Experience evaluieren.

Trend 2: Neue Technologie im Store
Mit seinem Smartphone hält jeder Kunde tagtäglich einen kleinen "Supercomputer" in den Händen. Marken und Retailer sollten auch im klassisch stationären Handel anfangen mit den Möglichkeiten der digitalen Commerce-Umgebung zu spielen. Die sogenannte Smart-Mirror-Technologie liefert hier ein gutes Beispiel, wie die Grenzen zwischen On- und Offline-Erfahrung verschwimmen. Diese interaktiven Spiegel schlagen Kunden direkt in der Umkleidekabine unter anderem Outfit-Kombinationen auf Grundlage der mitgenommenen Kleidung vor, die beispielsweise über einen QR-Code-Scan auf das Smartphone geladen werden können. So lassen sich die Artikel entweder direkt im Store oder später online kaufen. Ein weiteres Beispiel ist das smarte Schaufenster, das Kunden auch außerhalb der Öffnungszeiten ein außergewöhnliches Shoppingerlebnis beschert. Solche neuen Trends und technische Möglichkeiten werden das Schachbrett der Commerce-Zukunft sein. Denn Kunden sehnen sich nach neuen Erlebnissen im stationären Handel, die den gewohnten digitalen und hochpersonalisierten Kauferlebnissen in nichts nachstehen. Und das alles im besten Fall rund um die Uhr.

Trend 3: Data Hubs
Marketer müssen heutzutage viel mehr über ihre potentiellen Kunden wissen, da sich die Anzahl der Touchpoints innerhalb der Customer Journey mit jedem Innovationsschritt vermehrt. Für Marketing-Strategien ist das durchaus positiv, allerdings entstehen damit auch neue Herausforderungen, wenn einzelne Touchpoints und die erhobenen Daten nicht sinnvoll und ganzheitlich miteinander verknüpft werden. Aus diesem Grund wird 2020 eine deutliche Reduktion von Datensilos notwendig. Abhilfe schaffen hier sogenannte Data Hubs, die unterschiedliche Informationen zu einem einzigen großen Datenprofil zusammenfassen und Marketern damit strategische und analytische Informationen innerhalb einer konsolidierten Lösung bereitstellen. Nur mithilfe dieser ganzheitlichen Informationsquellen lässt sich die Customer Experience weiter sinnvoll ausbauen.

Trend 4: Augmented Reality / Virtual Reality
Laut einer Gartner Studie werden bis 2020 ca. 100 Millionen Kunden via Augmented Reality (AR) oder virtuell im Store einkaufen. Retailer sind hier gefragt, diese aktuell schnelle und vor allem omnipräsente Shopping-Möglichkeit auf die nächste Ebene zu heben. Mit VR oder AR hat der Kunde beispielsweise die Möglichkeit, sich mit seinem Smartphone davon zu überzeugen, ob das gewünschte Möbelstück auch wirklich in die eigenen vier Wände passt. Der schwedische Möbelgigant IKEA macht das aktuell mit seiner AR-App IKEA Place vor. Diese Möglichkeit einer digitalen Realität sowie eines erlebnisreichen "Browsens" wird im kommenden Jahr eine veritable Möglichkeit sein, die Conversion Rate und die Digital Customer Experience im Store und Zuhause zu steigern.

2020 wird für Marketer und Retailer ein spannendes Jahr. Sie sollten sich daher rechtzeitig mit diesen Trends und den damit verbundenen Technologien auseinandersetzen, um am Ball zu bleiben und ihren Kunden ein einzigartiges Kundenerlebnis zu bieten - sowohl on- als auch offline.

Dieser Beitrag wurde herausgegeben von

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