Tectum Group will Insolvenzverfahren bald abschließen

02.05.2013 - Der Gelsenkirchener Call-Center-Dienstleister Tectum Group steht eigenen Angaben zufolge kurz vor dem Abschluss eines Sanierungsverfahrens. Zuletzt hätten die Gläubiger den Insolvenzplänen zugestimmt. Die Pläne sehen eine Aufteilung in zwei Gesellschaften vor. An den Standorten in Gelsenkirchen und Essen seien rund 160 Mitarbeiter freigestellt worden.

Nach der Neupositionierung will die Gruppe unter dem Namen Tectum Call-Center-Dienstleistungen im B-to-C-Bereich anbieten, während sich die Niederlassung in Schwetzingen unter dem Namen TBS (Tectum Business Solutions) auf den B-to-B-Bereich konzentrieren soll. Tectum und TBS sollen künftig wie Schwesterunternehmen unabhängig voneinander agieren, so die Tectum Group. "Wir konzentrieren uns auf die jeweiligen Stärken der beiden Geschäftsfelder", so Andreas Alex. Alex, Vorsitzender der Geschäftsführung der Tectum Group, wird künftig operativ ausschließlich für TBS verantwortlich sein. Finanzchef Dr. Matthias Eickhoff soll das operative Geschäft von Tectum in NRW leiten. Sie bleiben beide Geschäftsführer der Tectum Group.

Im Rahmen des laufenden Verfahrens mussten offenbar mehr Stellen gestrichen werden, als zuvor erwartet. Hofften die Beteiligten im März noch, 85 Prozent aller Arbeitsplätze retten zu können, heißt es nun, das 80 Prozent der Stellen erhalten blieben. Mit der Freistellung von 160 Mitarbeitern sei der Sanierungsprozess abgeschlossen. "Obwohl unsere Mitarbeiter großartige Arbeit leisten, ist die Entscheidung im Sinne des Gesamtunternehmens unumgänglich", sagte Matthias Eickhoff. Er rechnet mit dem Abschluss des Insolvenzverfahrens gegen Ende des Monats.

Die Tectum Group hatte gegen Ende des vergangenen Jahres aufgrund wirtschaftlicher Probleme ein Schutzschildverfahren beantragt. Im Februar wurde in Gelsenkirchen ein erster Stellenabbau durchgeführt. Die Dortmunder Filiale der Tectum Group wurde aus dem Sanierungsverfahren ausgegliedert und in ein Regelinsolvenzverfahren überführt. Dort seien aktuell nur noch Verwaltungsmitarbeiter beschäftigt, so eine Sprecherin gegenüber ONEtoONE. (re)

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