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Gehalt ist oft noch Tabuthema in Deutschland

27.10.2021 - Nur jeder und jede zweite Angestellte spricht mit dem Lebenspartner oder der Lebenspartnerin über Gehalt. Und fast jede und jeder Zweite fühlt sich nicht fair bezahlt.

von Christina Rose

In Deutschland herrscht noch immer große Zurückhaltung, was die Transparenz und den offenen Umgang mit Gehältern angeht. Gleichzeitig fühlt sich knapp jede und jeder Zweite nicht fair bezahlt. Das sind zwei der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von YouGov   , die von der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu   im Oktober 2021 in Auftrag gegeben wurde. Dabei wurde auch deutlich, dass das Gehalt vor der Arbeitsatmosphäre und den gestellten Aufgaben immer noch der wichtigste Job-Faktor ist.

Den Schwerpunkt der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage, bei der 1095 Angestellte aus 2095 Personen im Alter von 18+ Jahren befragt wurden, bildet dabei das Thema "Gehaltstransparenz". Hier zeigte sich: Nur 48 Prozent der Angestellten sprechen mit ihrem und ihrer Ehe- oder LebenspartnerIn über ihr Einkommen. 46 Prozent thematisieren es gegenüber Familienmitgliedern im Allgemeinen. Mit FreundInnen sprechen nur 29 Prozent der Befragten übers Gehalt, mit ArbeitskollegInnen 19 Prozent. Sich gar nicht mit anderen Menschen über ihr Gehalt zu unterhalten, gaben hingegen 22 Prozent der Teilnehmenden an.

Dabei wird deutlich, dass die Frage der Gehaltstransparenz auch vom Alter abhängt: Während in der Gruppe der über 55-Jährigen nur 69 Prozent mit anderen Personen über das Gehalt sprechen, sind es sowohl bei den 18 bis 24-Jährigen als auch in der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen über 81 Prozent.

Nur 44 Prozent der Frauen fühlen sich fair bezahlt

Nach der Angemessenheit ihres Gehalts gefragt, antworteten 48 Prozent der Angestellten 'Ja, ich fühle mich fair bezahlt', 46 Prozent verneinen dies (sechs Prozent 'weiß nicht / keine Angabe'). Dabei ist der Anteil derjenigen, die sich fair bezahlt fühlen bei Männern (51 Prozent) gegenüber Frauen (44 Prozent) signifikant höher.

In diesem Zusammenhang wurde in der Befragung von YouGov auch die Frage gestellt, ob mehr Transparenz und Orientierung zu besseren Gehältern führen könnten. Dabei gaben 46 Prozent der Teilnehmenden an: "Ja, mit mehr Transparenz und Orientierung zu möglichen Gehältern könnte ich besser verhandeln." 35 Prozent verneinten dies (19 Prozent 'weiß nicht / keine Angabe').

Bei den wichtigsten Job-Faktoren steht das Gehalt immer noch ganz oben - das gaben 33 Prozent der Angestellten an. Danach folgen Unternehmenskultur (Arbeitsatmosphäre, Kommunikation, KollegInnen-Zusammenhalt) mit 22 und Aufgaben mit 15 Prozent. Dass neben dem Einkommen andere Job-Faktoren an Bedeutung gewinnen, zeigt sich daran, dass das Gehalt nur für 23 Prozent der 18- bis 24-Jährigen Priorität hat, während es 36 Prozent der Befragten in der Altersgruppe von 35 bis 44 Jahren als wichtigsten Gesichtspunkt ansehen.

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