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Optimistischer als der EU-Durchschnitt: Deutsche in Einkaufslaune

27.09.2018 - Der Nielsen Verbrauchervertrauensindex zeigt: Die Deutschen sind und bleiben in Kauflaune. Die Verbraucherstimmung hierzulande bleibt auf einem konstant hohen Niveau und liegt weiterhin deutlich über dem europäischen Schnitt.

von Susanne C. Steiger

Die Deutschen sind und bleiben überdurchschnittlich optimistische Verbraucher. Der Nielsen Verbrauchervertrauensindex liegt im zweiten Quartal 2018 in Deutschland bei 107 Punkten (Q1 2018: 108 Punkte). Der europäische Schnitt liegt bei 87 Indexpunkten. Im europäischen Ländervergleich belegt Deutschland den vierten Platz nach Dänemark, Tschechien und Irland.

Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Verbrauchervertrauen von The Conference Board und Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. Der Verbrauchervertrauensindex bildet die Einschätzung der Verbraucher zu ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Situation und ihrer Bereitschaft, Geld auszugeben, ab - immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate. Weltweit untersucht Nielsen seit 2005 das Verbrauchervertrauen in 64 Ländern.

"Die Deutschen sind in ihrer Verbraucherstimmung konstant optimistisch. Seit gut fünf Jahren hat Deutschland einen festen Platz unter den TOP-5 der optimistischsten Verbraucher. Auch wenn der Spitzenwert des letzten Quartals um einen Punkt gesunken ist, sind die Deutschen deutlich positiver gestimmt als die Durchschnittseuropäer. Und auch verglichen mit dem globalen Schnitt von 104 Punkten sind die Deutschen überdurchschnittlich. Das kontinuierlich hohe Vertrauen der Verbraucher ist ein guter Messwert für die deutsche Handelslandschaft", erklärt Ingo Schier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen Deutschland.

Aktuell trennen nur die Dänen mit 118 Indexpunkten, sowie die Tschechen und die Iren mit jeweils 108 Punkten, die Deutschen knapp von dem Treppchen um die optimistischsten Verbraucher der EU. Besonders stark zugenommen hat die Verbraucherstimmung in Weißrussland, in Estland (je plus 7 Punkte) und in Slowenien (plus 6 Punkte).

Europa spart, Deutschland shoppt



Auch der Job-Optimismus ist hierzulande konstant hoch und die Deutschen sind dem europäischen Durchschnitt voraus. Während hierzulande 69 Prozent ihre Jobsituation in den nächsten zwölf Monaten als gut oder sehr gut einschätzen, betrachten nur 40 Prozent des europäischen Durchschnitts ihre Jobaussichten als positiv. "Die Einschätzung der Beschäftigungslage hängt eng mit dem Verbrauchervertrauen zusammen. So ist die Verbraucherstimmung hierzulande besonders durch den stabilen Job-Optimismus und das Vertrauen in den Arbeitsmarkt langfristig so hoch. Das ist eine echte Besonderheit in Deutschland. Da ist ein Wachstum umso schwerer", ordnet Ingo Schier ein.

Wie gut die deutsche Verbraucherstimmung ist, zeigt sich auch in der stabil bleibenden Einschätzung ihrer persönlichen Finanzen. Mit Blick auf die kommenden zwölf Monate schätzen 60 Prozent (Q1 2018: 63 Prozent) der Deutschen diese als gut oder sehr gut ein. 53 Prozent (Q1 2018: 54 Prozent) der befragten Deutschen sehen diesen Zeitraum als günstig für anstehende Anschaffungen.

Die unterschiedlichen Einstellungen beim Thema Shopping und Ausgaben spiegeln sich auch im Sparverhalten wider. Denn während die Deutschen angeben, nach den Lebenskosten ihr Geld vorrangig für Urlaub (50 Prozent), neue Kleidung (50 Prozent) und Technik (29 Prozent) auszugeben, steht beim Durchschnittseuropäer der Sparstrumpf an erster Stelle (40 Prozent) - vor Urlaub (39 Prozent) und Kleidung (39 Prozent).

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