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Stresstest: Was digital arbeitende Unternehmen jetzt lernen

03.04.2020 - Wir machen schon alle wochenlang Homeoffice und sind rund um die COVID-19-Pandemie mit neuen, bisher ungeahnten Herausforderungen konfrontiert. Was wir für unsere künftige Arbeit daraus lernen können:

von Christina Rose

Die aktuelle Situation ist belastend, birgt aber auch Chancen für Unternehmen, die Digitalisierungs-Leiter gezwungenermaßen höher zu klettern, so die Bilanz von Marcus Reiser, Managing Director der Digitalagentur 21TORR   nach zwei Wochen im Stresstest. Er fasst seine Erfahrungen und Learnings zusammen:

Zusammenhalt durch Abstand

Zurück ins beschauliche Reutlingen. Seit gefühlt endlosen Tagen gilt 'My Home is my Office'. Mit Laptop und Kaffee sitze ich, wie so viele meiner Kollegen am Heimarbeitsplatz. Vorerst sind die Türen zu unseren Büros geschlossen und werden nur in Ausnahmefällen genutzt. Denn als digital aufgestellte Agentur können und wollen wir unseren Teil gegen die Ausbreitung des Virus beitragen.

Stresstest für die Digitalisierung

Wie Unternehmen für die digitale Zukunft vorbereitet sind, zeigt sich gerade jetzt in der Krise. Standortübergreifend innerhalb eines agilen Teams Lösungen zu entwickeln, gehört zu unserem Daily Business. Die Verantwortung liegt dabei im Team: Homeoffice und Remote Work sind gelebter Alltag. Bereits zu Beginn des letzten Jahres haben wir mit unserem ersten Popup Office in Kapstadt die Probe aufs Exempel gestartet. Die positive Bilanz: Wie auch bislang ohne negative Auswirkungen auf Termine, Timings und Projekte. Voraussetzung für das Gelingen ist das technische Setup. Mobile Arbeitsgeräte und Tools legen den Grundstock, um im Zusammenspiel agiler Prozesse und Workflows die anvisierten Arbeitsergebnisse zu erhalten.

Marcus Reiser (Bild: TORR)
Marcus Reiser


Getrennt, was zusammengehört

Trotzdem gibt es Themen, bei denen auch Remote Work an seine Grenzen stößt. Das Wir-Gefühl im Team ist auch im Zwangs-Homeoffice wichtig. Was man dafür tun kann? Kreativ sein und Räume schaffen, sich digital zu begegnen. Interne Abstimmungs-Meetings und Kundentermine werden auf digitale Kanäle verlagert. Neben Remote Dailys treffen wir uns per Video vom privaten Esstisch zum wöchentlichen Teamfrühstück. Teamverantwortung und flexible Lösungen, insbesondere für Eltern und Erziehende, tragen zu einem geregelten Alltag auch von zu Hause aus bei.

Digitalität ist überlebenswichtig

Damit die Arbeit wie bisher weitergeht, ist Flexibilität gefragt. Workshops finden dank kollaborativen Whiteboard-Tools und Software-Demos remote statt. Das entlastet auch die Kundenseite, da auf die digitale Tool-Infrastruktur externer Dienstleister zugegriffen werden kann. Die Vorort-Präsenz entfällt, Geplantes kann wie geplant stattfinden, die Arbeit läuft weiter. Selbst, wenn auf Kundenseite "Zwangs-Urlaub" herrscht.

Die Transparenz hin und das Vertrauen zurück seitens des Kunden sind dabei essenziell. Eine agile Arbeitsweise in Sprints bringt maximale Transparenz zu Projektstand- und Fortschritt. Und zwar für beide Seiten. Und sie hilft, Wichtiges von Unwichtigem - Stichwort 'Feature-Wahnsinn' - zu unterscheiden, um bereits laufende Projekte trotz Stresstest in einem marktfähigen Zustand auf die Straße zu bringen.

Neu denken in der Krise

In den Dialog gehen und sich proaktiv auszutauschen, um wechselseitige Unterstützungspotenziale aufzudecken, ist für Unternehmen und Agenturen der Schlüssel zum Erfolg. Heute und vor allem in Post-Corona-Zeiten. Die Frage lautet: Was muss ich als Unternehmen tun, um jetzt und künftig Relevanz am Markt zu generieren? Marktanteile werden sich verschieben, neue Kaufgewohnheiten werden sich beim Verbraucher etablieren. Digitale Services und Experiences sind die Antwort darauf. Vertriebs- und Absatzwege können und müssen neu gedacht werden. E-Commerce, Applikationslösungen und digitale Marketingaktivitäten rücken verstärkt in den Mittelpunkt und können partnerschaftlich angegangen werden.

Digitalisierungs-Boost: Das Positive sehen

Zusammenfassend sind die Erfolgsfaktoren für digitales Arbeiten ein agiles Unternehmens-Mindset, Vertrauen geben und Verantwortung teilen. Zudem müssen eine optimale technische Ausstattung und entsprechende Tools vorhanden sein, die zu dezentralem Arbeiten befähigen. Darüber hinaus sollten digitale Prozesse und Workflows für eine klare und kollaborative Aufgabenstellung gesetzt sein.

Alles ist eben anders als gedacht. Und dennoch bleibt: die neuen Herausforderungen können gemeinsam bewältigt werden. Im fortlaufenden agilen Transformationsprozess befinden wir uns als Agentur auf einem fortgeschrittenen Weg und sehen die aktuelle Situation auch als Chance für Unternehmen, die Digitalisierungs-Leiter gezwungenermaßen höher zu klettern. Digitales Arbeiten zahlt sich deshalb jetzt so richtig aus. Was auch kommen mag, gemeinsam lernen wir das Beste daraus.

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