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Frauen in der IT-Branche: Lage in Deutschland besser, europaweit schlechter

03.03.2021 - Hinsichtlich de Gleichstellung in der Technologiebranche hat sich in relativ kurzer Zeit einiges verändert. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der befragten Frauen in Deutschland, die in diesem Bereich tätig sind, gaben an, in den vergangenen zwei Jahren eine merkliche Verbesserung hinsichtlich der Gleichstellung innerhalb des eigenen Unternehmens festgestellt zu haben.

von Sebastian Halm

Das ergibt die aktuelle Kaspersky-Studie 'Women in Tech'. Darüber hinaus sind aktuell 68 Prozent der Auffassung, individuelle Fähigkeiten und berufliche Erfahrung werden bei der Bewerbung um eine Stelle in der IT inzwischen vor dem Geschlecht berücksichtigt. Dies zeigt, dass es positive Entwicklungen hin zu einer längst überfälligen Gleichstellung innerhalb der Branche gibt; dennoch - so zeigt auch der vorliegende Kaspersky   -Techreport - besteht weiterhin ein deutlicher Nachholbedarf.

Fast zwei Drittel der Frauen (62 Prozent), die in der Tech-Branche in Deutschland tätig sind, geben in der Kaspersky-Umfrage an, ihre Meinung sei vom ersten Tag an geschätzt und respektiert worden. Auch die Zunahme der Heimarbeit im vergangenen Jahr hat sich offensichtlich vornehmlich positiv ausgewirkt. Über ein Drittel (42 Prozent) der Befragten Frauen in Deutschland ist der Auffassung, die geschlechtsspezifische Gleichbehandlung habe sich in Teams, die im Home-Office arbeiten, verbessert.

Kaspersky-Studie zeigt kulturelle Unterschiede auf globaler Ebene

Die Studie zeigt jedoch auch, dass sich die Entwicklung in puncto Gleichstellung in den verschiedenen Regionen der Welt sehr unterschiedlich vollzieht. So hat sich in Europa insgesamt das Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern in den letzten zwei Jahren offenbar verschlechtert, während die Corona-Pandemie in Nordamerika hingegen die Geschlechterparität beschleunigt hat. In Lateinamerika haben Fortschritte hinsichtlich einer verbesserten Bildungssituation von Frauen dazu geführt, dass diese in der Technologiebranche immer häufiger vertreten sind. Dies gilt auch im asiatisch-pazifischen Raum, wo Fälle von Einschüchterungen von Frauen immer öfter durch Erfolgsgeschichten abgelöst zu werden scheinen.

Karriereaussichten für Frauen in Europa verschlechtert

Im Vergleich zu anderen Teilen der Welt sind die Aussichten für Frauen in Europa, in der Technologiebranche Fuß zu fassen, weniger positiv. Nach Aussage von 52 Prozent der europäischen Befragten, besteht die Mehrheit der Teammitglieder aktuell aus Männern, während dies 2018 lediglich 42 Prozent angaben. In Deutschland jedoch sagen 51 Prozent der befragten Frauen , die Gleichstellung der Geschlechter habe sich in diesem Zeitraum verbessert.

Während im Jahr 2018 noch 76 Prozent der europäischen Frauen der Meinung waren, ihre Fähigkeiten und Erfahrungen seien bei ihrem ersten Vorstellungsgespräch für eine Position in der Technologiebranche relevanter gewesen als ihr Geschlecht, bestätigten dies in der aktuellen Umfrage 10 Prozent weniger (nur noch 66 Prozent). Ein positiver Aspekt: Lediglich 28 Prozent gaben europaweit an, unbeabsichtigten Sexismus während des Interviewprozesses für ihre erste Rolle in der IT-/Tech-Branche erlebt zu haben. Weltweit liegt dieser Wert bei 29 Prozent, in Deutschland bei 33 Prozent.

Nichtdestotrotz erleben, trotz positiver internationaler Tendenzen, noch immer 30 Prozent der Befragten weiterhin Doppelmoral, Geschlechterstereotypisierung oder negative Konnotationen hinsichtlich ihrer Eignung für eine bestimmte Rolle innerhalb der IT-Branche. Weiterhin sind 44 Prozent in Europa der Überzeugung, Männer kommen im Technologiebereich schneller voran. In Deutschland sind sogar 51 Prozent dieser Meinung. Die Tatsache, dass auch aktuell noch 41 Prozent der befragten Frauen (in Deutschland 31 Prozent) die Auffassung vertreten, eine gleichmäßigere Verteilung von Frauen und Männern innerhalb der IT-Industrie würde zu einer besseren Karriereentwicklung von Frauen beitragen, zeigt, dass hier in puncto Gleichberechtigung und Chancengleichheit definitiv noch Nachholbedarf besteht.

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