Gold für Terre des Femmes: "#UNHATEWOMEN"

05.05.2021 - Im Publikumsvoting des MAX Award 2021 überzeugt die Kampagne der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes gegen frauenverachtende Sprache und hirnlose Rap-Texte und gewinnt Gold. Über die glänzende Trophäe freuen können sich FischerAppelt und Philipp und Keuntje.

von Frauke Schobelt

Die Aufgabe: Tagtäglich kämpfen Frauen gegen Sexismus und physische Gewalt. Doch Gewalt kann auch mit Worten ausgeübt werden. So wie im Deutschrap, der laut Terre des Femmes   "ein Frauenbild wie aus der Steinzeit" verbreitet. Mehr als Zweidrittel der 14- bis 29-Jährigen hören regelmäßig Songtexte wie "Baller der Alten die Drogen ins Glas. Hauptsache, Joe hat Spaß".

Die Kampagne #UNHATEWOMEN   soll dafür sensibilisieren, dass verbale Gewalt gegen Frauen den Nährboden für weitere Formen der Gewalt gegen sie bereitet. Ziel ist es ein Problembewusstsein für den Umgang mit frauenverachtender Sprache zu schaffen. Durch die Aktivierung der Medien soll zudem der Druck auf die Politik erhöht werden, Maßnahmen gegen die Verbreitung frauenverachtender Sprache zu ergreifen. Terre des Femmes   fordert die konsequente Bekämpfung und Strafverfolgung von Hasskriminalität gegen Frauen im Internet.

Die Idee: Mit einem viralen Kampagnenvideo   schlägt #UNHATEWOMEN die Rapper mit ihren eigenen Waffen: ihren Texten. Gelesen von Frauen und befreit von wummernden Beats, bleibt von vielen Songs nur noch eines übrig: purer Frauenhass. #UNHATEWOMEN nutzt die bei den Rap-Stars beliebten sozialen Kanäle, um das Kampagnenvideo zu verbreiten und unter dem Hashtag zur Solidarität aufzurufen. Auf YouTube schaltete die Organisation Zitate als Pre-Rolls vor exakt jene Musikvideos, denen die frauenverachtenden Texte entnommen wurden.

Das Ergebnis: Die Kampagne verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Netz und wurde zum kontrovers diskutierten Thema und Gegenstand überregionaler Berichterstattung. Sie erzielte 10 Mio. Social-Media-Impressions und weitere 46 Mio. Media-Impressions. Die vorher schwächelnden Social-Media-Kanäle von Terre des Femmes wuchsen um mehr als 200 Prozent. Die Organisation konnte so auch andere Themen in der neuen Community platzieren, was schließlich in der ebenso vielbeachteten Aktion #Frauenwelten von Joko und Klaas mündete. Die Kampagne erhöhte den Handlungsdruck auf Seiten der Politik mit Erfolg. Der Bundesrat verabschiedete das Gesetz gegen Hasskriminalität im Internet. Ein Song von Rapper GZUZ wurde zudem auf den Index gesetzt (hier geht es zum Casefilm   ).

Jurybegründung: "Bravo! Diese Kampagne greift ein wahnsinnig relevantes Thema entlarvend und hochkreativ auf. Sie wurde klug ausgespielt, adressiert dadurch genau an die richtige Zielgruppe und erreicht dank viraler Verbreitung schnell ein Millionenpublikum. Die Inszenierung provoziert vom ersten Moment an Teilnahme und Response. Ein Dialog, dem man sich nicht entziehen kann, und der spürbare Veränderung ausgelöst hat."

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