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Verbraucher wollen Kennzeichnungspflicht für Chatbots

11.07.2018 - 85 Prozent der Bundesbürger sind der Überzeugung, dass Unternehmen dazu verpflichtet werden sollten, den Kunden mitzuteilen, dass und wie sie KI einsetzen.

von Joachim Graf

Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Rich Relevance   , im Zuge derer Technologien ermittelt wurden, die von den Verbrauchern als coolste und unheimlichste empfunden werden. Verbraucher sind mit dem Thema KI vertraut und empfinden ihren Einsatz zum Beispiel für Personalisierung als durchaus nützlich. Allerdings sind dies wesentlich weniger als noch im Vorjahr, als 71 Prozent der Befragten angaben, diese Art der Personalisierung nützlich zu finden. Im internationalen Vergleich zeigen sich die deutschen Verbraucher zum Thema KI gut informiert: 52 Prozent gaben an, KI zu kennen, doppelt so viel wie in Frankreich (25 Prozent) oder in England (17 Prozent). Bereits im dritten Jahr in Folge hat Rich Relevance Verbraucher in Deutschland, Frankreich und England dazu befragt, welche Technologien bei ihnen ankommen und welche eher als unheimlich wahrgenommen werden.

Wie auch im Vorjahr, sind die meisten der Befragten damit einverstanden, dass Unternehmen für die Verbesserung ihres Einkaufserlebnisses mehr Kundendaten sammeln. 33 Prozent der Befragten stimmen dem bedenkenlos zu, während 42 Prozent die Bedingung stellen, dass die Daten anonymisiert werden. Nur 25 Prozent lehnen die Datensammlung kategorisch ab.

Die Top Fünf der unheimlichen Technologien


Zu den Top Fünf der Technologien, die von den Befragten als unheimlich eingestuft wurden, gehören:

  • Händler, die wissen, wann die Kunden ihr Gehalt bekommen, und entsprechend kostenrelevante Angebote unterbreiten (67 Prozent)
  • Gefühlsdetektoren, die das Einkaufserlebnis an die jeweilige Stimmung anpassen (60 Prozent)
  • Technologien zur Gesichtserkennung, die Verbraucher als Stammkunden identifizieren und ihre Vorlieben an das Ladenpersonal weiterleiten (60 Prozent)
  • Roboter-Verkäufer, die basierend auf Künstlicher Intelligenz und bisherigen Einkäufen Produktempfehlungen unterbreiten (53 Prozent) und
  • Sprachassistenten (wie Amazon Alexa oder Google Home), die immer in Betrieb sind und zuhören, sodass sie basierend auf Unterhaltungen personalisierte Empfehlungen für Produkte und Informationen geben können (47 Prozent)

Top Fünf der coolen Technologien

Zu den Top Fünf der coolen Technologien zählen hingegen:

  • eine Smartphone-App, die Produktinformationen anzeigt, Videos abspielt und mitteilt, wo genau im Laden die gewünschten Produkte zu finden sind (56 Prozent)
  • Spracherkennungstechnologien, die die verbale Produktsuche auf dem Smartphone ermöglichen (54 Prozent)
  • Bezahlen per Fingerabdruck und automatische Lieferung frei Haus (52 Prozent)
  • digitale Bildschirme, interaktive Spiegel und Virtual-Reality-Brillen, die passende Produkte zu den Artikeln, die gerade anprobiert werden, aufzeigen (48 Prozent)sowie
  • die Sendung gezielter Werbung mit lokalen Aktionsangeboten an Smartphone-Nutzer, basierend auf Standort und Nähe zu ausgewählten Geschäften (43 Prozent)

Twitch, WhatsApp, Instagram: Wie Sony für TKKG transmediales Storytelling schuf. Falk Poetz von Mantikor liefert Insights zu "TKKG und die 12.000 Detektiv:innen", einem der herausragenden Social Media Projekte des letzten Jahres.

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