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Twitter für Musik

22.10.2015 - Der Musikerkennungsdienst Shazam hat ein Soziales Netzwerk für Sänger und Bands sowie deren Fans eingebaut. Wir haben mit Mitgründer Chris Barton auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg darüber gesprochen.

"Wir wollen ein Twitter für Musik sein", sagte uns Chris Barton auf dem Hamburger Reeperbahn Festival. Barton meint damit die neue "Verified Artist Community" des Musikerkennungsdienstes Shazam. Ende des letzten Jahrtausends schaffte er mit drei weiteren Mitgründern die Grundlage für etwas, das sich Millionen Musik-Fans lange gewünscht hatten: eine Technologie, die Musik durch "Hören" erkennt. Und die vier gründeten Shazam. Mittlerweile hat der Musikerkennungsdienst mehr als 100 Millionen monatlich aktive Nutzer, generiert jährlich mehr als 300 Millionen US-Dollar an digitalen Downloads, kann neben Audio-Wasserzeichen auch visuelle erkennen und bietet so auch eine Marketing-Möglichkeit für Brands.

Und jetzt also ein Social Network. Einen richtigen Namen hat das jüngste Baby der Shazam-Familie noch nicht. "Der soll aber noch kommen", versichert Barton. Ende Juni startete die Community mit 30 ausgewählten Künstlern, darunter Alicia Keys, Maroon 5 und One Direction. Bis Anfang September hatten die zusammen eine Gemeinde von mehr als 1,4 Milliarden Fans um sich gescharrt. Und damit laut Barton mehr als bei Facebook oder anderen Sozialen Netzwerken. Seit September kann nun jeder Musiker kostenlos in die Verified Artist Community eintreten, von der kleinen Garagen-Band bis zum stadionfüllenden Superstar.

Der Fan erfährt, welche Musik sein Star selbst hört


Die Community dient vor allem einem Zweck: den eigenen Fans zu zeigen, welche Musik man selber hört oder in diesem Fall "shazamt". "Denn Musiker sind auch Fans", so Barton. Der Follower erfährt über die Songs, die Künstler mithilfe von Shazam erkennen wollen, welche Musik sie selbst hören. Insgesamt würde mehr als 20 Millionen Mal am Tag auf der ganzen Welt ein Lied mithilfe von Shazam gesucht. "Wir kreieren ein Engagement, das weiter geht als Playlists oder Empfehlungen. Es ist eine organische, einmalige Verbindung zwischen Millionen von Fans und den Künstlern, die sie lieben", sagte Peter Szabo, SVP, Head of Music bei Shazam. Denn der Fan erhält so einen kleinen Einblick in das Leben seines Stars.

Neben der Shazam-Funktion kann die Community aber auch noch etwas anderes: Jeder Künstler hat seine eigene Seite, auf der die Shazam-Entdeckungen zu finden sind. Er kann Lieblings-Tracks posten, Musik-Videos, News über neue Alben oder eine Tour - eine neue Marketing-Plattform, speziell für die Musikindustrie.

Überhaupt sieht sich der Audio-Recognition-Dienst als großer Treiber für Musik. "Shazam bringt Leute dazu, Musik zu kaufen", sagt Barton. Außerdem habe man Streaming stark unterstützt. Möglich ist das durch Kooperationen mit allen großen Musik-Streaming-Diensten, sei es Spotify, Deezer oder Apple Music. Auch wenn sich das Unternehmen in erster Linie über diese Kooperationen finanziert - es gibt natürlich noch weitere, beispielsweise mit iTunes -, muss das nicht so bleiben. Möglich ist für Barton einerseits, die generierten Daten zur Verfügung zu stellen, beispielsweise Konzertveranstaltern. Denn wo eine Band häufig mit Shazam gesucht wird, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein Konzert ein Break-Even schafft. Auf der anderen Seite schließt er es, gerade mit der neuen Community-Funktion, nicht aus, bei Shazam auch Werbeflächen zu verkaufen. (ks)

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