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Ingenious: Neues Gutschein-Tool soll Transparenz schaffen

11.05.2015 - Vouchers sind weit verbreitet im E-Commerce, leider auch der Betrug mit den provisionierten Gutscheinen. Die Ad-Tech-Company Ingenious Technologies hat ein Tool entwickelt, mit dem der Weg jedes Codes verfolgt werden kann. Shop-Betreiber können letztendlich unberechtigten Publishern so die Provision verwehren.

Vouchers im Internet: Kaum ein erprobter Online-Shopper kennt sie nicht. Gutscheinpony.de, Gutscheine.de oder Gutscheinsammler.de heißen die Portale, auf denen stets aktuelle Ermäßigungen für große Web-Stores zu finden sind, mal fünf Euro gespart mit einem Mindestbestellwert, mal 20 Prozent Rabatt für Neukunden. Doch was viel genutzt wird im Internet, ist meist nicht gegen Betrug gefeit. Bei dem Missbrauch wird ein von einem berechtigten Publisher veröffentlichter Gutschein-Code kopiert und auf das eigene Portal gestellt. Der Vorteil: Die Vouchers laufen auf Affiliate-Basis und sind provisioniert. Wie immer zählt der letzte Cookie.

Voucher-Tool wurde von vielen Kunden gewünscht


Offenbar ein Problem, mit dem viele Unternehmen zu kämpfen haben. "Eine ganze Reihe von Kunden hat uns gegenüber den Wunsch nach einem Voucher-Tool geäußert", sagt Tobias Rast, Senior Manager Pre & Postsales bei Ingenious Technologies. Die Ad-Tech-Company hat in die neueste Version ihrer Enterprise-Lösung ein Gutschein-Tool eingebaut, das den Shop-Betreibern Transparenz verschaffen soll, was mit einzelnen Voucher-Codes passiert. Die Kunden hätten durch Anregungen zur Entwicklung des Tools beigetragen, so Rast.

Jeder dritte Kauf geht offenbar über einen Gutschein


Der Bedarf für die Durchsichtigkeit des Gutscheinweges scheint vorhanden zu sein: "Wir haben mal Kunden aus dem Bereich Retail untersucht und festgestellt, dass jeder dritte Kauf über einen Voucher geht." Das Tool stellt den Online-Shops Whitelists zur Verfügung, mit denen überprüft werden kann, welche Gutscheine bei welchem Sale benutzt wurden und ob der Publisher, über den der letzte Kontakt vor der Conversion gekommen ist, die Berechtigung zur Verbreitung des Codes hatte. Was der Shop-Betreiber dann tut, entscheidet er selbst, das Tool soll nur Transparenz ermöglichen. "Mit dem Werkzeug geben wir den Unternehmen die Möglichkeit, einen Automatismus zu implementieren, wie mit zu Unrecht verbreiteten Gutscheinen umgegangen werden soll", so Rast.

Shop-Betreiber entscheiden, was mit der Provision geschieht


Die Retailer können die Provision dann entweder nicht auszahlen oder, da der ganze Weg des Gutscheins zurückverfolgt werden kann, auch dem ursprünglich berechtigten Publisher zusprechen. Besonders bei strategisch wichtigen Partnerschaften und Rabattaktionen, die im Rahmen dieser Zusammenarbeit erfolgen, sei das von Vorteil, so Rast. Das funktioniere auch, wenn der Gutschein über klassische Kanäle wie Radio oder Print veröffentlicht wurde. Verhindern, dass Gutscheinportale Codes kopieren und veröffentlichen, könne man nicht. Und schließlich will wohl auch kein Shop den Gutschein sperren und so womöglich einen Kunden verlieren.

Das Tool biete aber die ganze Bandbreite an Möglichkeiten, wenn der Gutschein eingelöst wird, obwohl er nicht hätte eingelöst werden dürfen. "Die Conversion geht an den Besitzer des Gutschein-Codes, der Gutschein wird mit 0 Euro getrackt und dem Partner nicht angezeigt oder die Commission wird zum Beispiel auf 0 Euro heruntergesetzt." (ks)

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