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Handel: Mobile Kommunikation lange nicht ausgeschöpft

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Den Kunden mobil beim Einkaufen erreichen (Bild: Teradata)

15.10.2015 - Für eine Umfrage von Datendienstleister Teradata wurden die 50 größten E-Commerce-Unternehmen in der Dach-Region auf ihre Nutzung von mobilen Apps hin untersucht. Das Ergebnis: Handelsunternehmen haben Schwierigkeiten bei der Vernetzung von Daten, um Kunden aktiv über mobile Apps anzusprechen.

Die Teradata-Studie "Mobile -Shopping Apps in Deutschland, Österreich und der Schweiz - Statusbericht 2015" verdeutlicht, dass der deutsche Handel die Wichtigkeit von Mobile im Einkaufserlebnis verstanden hat. 70 Prozent der Handelsunternehmer (35 von 50 Befragten) erreichen ihre Kunden über eine mobile App. Allerdings liege Deutschland im Vergleich zu England weit zurück. Dort kommunizieren 96 Prozent der Händler über mobile Apps.

Push-Nachrichten können helfen, den Kunden zurück zu gewinnen


Ein großes Potenzial für das Gewinnen von Kunden beim Einkaufserlebnis stelle die Push-Nachrichten-Funktion dar. 66 Prozent der genutzten Apps sind nach Zustimmung der User auf den Versand von Push-Meldungen ausgelegt, allerdings verschicken lediglich 20 Prozent der Händler Mitteilungen. Dabei unterscheidet sich die Häufigkeit: 42,9 Prozent der Händler, die Push-Benachrichtigungen versenden, tun dies täglich mindestens einmal, 14,3 Prozent zweimal wöchentlich und 42,9 Prozent nur ein bis zwei mal im Monat. Auffällig: Keine der Apps sendet eine Push-Nachricht nach einem abgebrochenem Kauf. Laut Teradata wäre dies aber ein Weg, den Kunden gegebenenfalls zurück zu gewinnen und doch noch zum Kauf zu animieren.

Der Kauf über eine App stehe dem Einkaufserlebnis im mobilen Online-Shop in nichts nach. 74,3 Prozent der befragten Händler erklärten, dass der Zahlungsvorgang beim Kauf über mobile Apps reibungslos funktioniert. Ein Bonusprogramm für Käufer, die über die App shoppen, ist dabei nicht üblich, nur 6,4 Prozent belohnen ihre App-Einkäufer.

Mobile Apps ermöglichen es, den potenziellen Kunden kennenzulernen


Mobile Apps bieten eine hohe Chance, den Kunden in Form von Datennutzung und deren Vernetzung besser kennen zu lernen und zu verstehen. Nach der Kundenanmeldung in einer App ist es für den Händler möglich, nachzuvollziehen in welchen Plattformen sich der potentielle Kunde bewegt. Diese Informationen verhelfen zu relevanteren Ansprachen. Ein zukünftiger zwingender Login in die App könnte helfen, das Nutzerprofil auszubauen. Für eine zielgerichtete Ansprache sollten Standortabfragen und Social-Media-Einbindungen stattfinden. Nur 28,6 Prozent der befragten Händler fragen innerhalb der App den Standort des Users ab, gerade mal 20 Prozent der Apps stellen eine Verbindung zu Facebook her. Insgesamt zeigt die Studie auf, dass drei Prozent der Einzelhändler personalisierte Inhalte in ihren Apps nutzen.

Laut Itay Levy, Managing Director Mobile Applications bei Teradata, müssen die E-Commerce-Marketers diese Veränderungen adaptieren um wettbewerbsfähig zu bleiben. Levy nennt drei Gründe, warum der Online-Handel künftig verstärkt auf mobile Apps setzen sollte:
 
1. In einer App lassen sich Produkte besser darstellen und Kunden können in einer App leichter navigieren als auf einer mobilen Website. Das verbessert das Einkaufserlebnis, und genau dieses Einkaufserlebnis entscheidet über Erfolg oder Misserfolg des Mobile-Shops.
 
2. Unternehmen können Push Notifications verschicken und so Kundenansprache und Kundeninteraktion wesentlich besser steuern als über eine mobile Website. Über Push Notifications gibt das Marketing immer wieder Anstöße, damit Kunden die App nutzen.
 
3. Die Händler haben alle nötigen Daten, um jeden Kunden Nachrichten mit individuellen, relevanten Informationen und Angeboten zu schicken. Die Herausforderung besteht jedoch darin, alle verfügbaren Daten zu verbinden, nicht nur die mobil generierten, um sie für einen konsistenten mobilen Kundendialog zu nutzen. (js/db)

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