Anzeige

Aus- und Weiterbildung für die Digitale Transformation: Wie Marketing-Entscheider ihre richtige Weiterbildung finden

07.03.2018 - "Raus aus der Nische, rein ins Vergnügen", fordert Prof. Dr. Armin Rott für die Marketing-Weiterbildung. Der wissenschaftlicher Leiter der Hamburg Media School (HMS) sagt: sich als digitales Talent mit Aus- und Weiterbildungsaktivitäten im Bildungskosmos zu orientieren, ist schwierig geworden. Im ONEtoONE-Gastartikel plädiert er für "kompakte Bildungsformen".

von Joachim Graf

Spezialprofil oder Systemdenker? Die Bandbreite an Aus- und Weiterbildungsangeboten ist groß. Bildungsträger, die am lautesten trommeln, stellen nicht automatisch den sinnstiftendsten Studiengang. Sich als digitales Talent mit Aus- und Weiterbildungsaktivitäten im Bildungskosmos zu orientieren, ist schwierig geworden.

Aktuell können Studierende strukturiertes Wissen und Methoden in Form von kuratierten Bildungspaketen an verschiedensten Einrichtungen erwerben. Bleibt die Qual der Wahl: Wer an einer Universität oder "University of Applied Science" studiert - früher Fachhochschule -, kann unter zahlreichen Fachrichtungen und Anbietern wählen und Dinge lernen, von denen er quasi bis heute nicht wusste, dass es sie gibt. Den Klassiker BWL eignet sich ein pfiffiger Dialogmarketer beispielsweise in drei Jahren an . Mit dem aufgesattelten kaufmännischen Wissen steigert er seine Karrierechancen weit über sein "nischiges" Experten-Know-how hinaus.

Kompakt zu Innovationsthemen wie Tech


Weil jedoch viele Hochschulen trendigen Entwicklungen weit hinterherhinken, werden auch kompaktere Bildungsformate immer beliebter - insbesondere zu neuen Themen und Marketing-Technologien: Die Fülle an passenden Angeboten zieht sich von Hochschulen mit mehrtägigen -Schulungen für Externe bis hin zu Online-Lernanbietern wie Udacity oder Coursera. Dort können Ambitionierte in kurzer Zeit Nano-Degrees in Data Science, Mobile-App-Programmierung oder Self Driving Car Engineering erwerben.

Fordern Sie Agilität vom Bildungsträger


Egal ob Sie ein Vollzeitstudium erwägen, um eine solide BWL-Grundlage zu legen, dual studieren, um praxisorientiert durchzustarten, oder einen überschaubaren, kostengünstigeren Nano-Abschluss über mehrere Wochen erwerben, um spezifisches Wissen wie App-Entwicklung oben draufzusatteln: Schauen Sie sich genau an, ob der Lehrplan zeitnah auf Trends reagiert. Ist er ebenso differenziert, wie die sich transformierende Wirtschaft? Tauchen Themen wie Data Analytics dort auf? Holen sich die Bildungsträger echte Praxis in Gestalt von Externen in die Hörsäle? Und gibt es Finanzierungsmöglichkeiten?

Um das Beste aus der akademischen und der Anwenderwelt mitzunehmen, sollten angehende Studierende darauf achten, während ihrer Studienzeit auch an Praxisgruppenprojekten für Wirtschaftsunternehmen mitarbeiten zu können. So hat ein HMS-Team unter Dozenten-Anleitung gerade rund 80 Sprachtechnologien auf den Prüfstand gestellt und daraus Voice-Konzepte für ein Medienunternehmen erarbeitet und präsentiert. So agil und dialogisch sollte Hochschule als Vorbereitung auf den nächsten Karrieresprung heute sein.