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Publishing: Zeitungen sind Multichannel-Produkte

Ein E-Paper der Süddeutschen Zeitung (Bild: Hightext Verlag)
Ein E-Paper der Süddeutschen Zeitung

26.03.2021 - Vier von fünf befragten NutzerInnen greifen heute auch digital auf Zeitungsinhalte zu, insbesondere die jungen LeserInnen unter 30 Jahren. Ein weiterer Trend ist die Multi-Channel-Nutzung: Mehr als ein Viertel liest die Zeitung heute schon über drei Kanäle, in Zukunft wollen 41 Prozent drei Angebote nutzen.

von Sebastian Halm

Dies geht aus der Studie 'Die Zeitung der Zukunft' der Score Media Group   hervor.

Was die Formate angeht sind mehr als die Hälfte der Befragten sind nach der Präsentation eines E-Papers positiv überrascht. Jeweils mehr als 50 Prozent schätzen die Option, Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt erneut lesen zu können, die Benutzerfreundlichkeit, die einfache Handhabung wie auch die Übersichtlichkeit und Navigation sowie die Möglichkeit, die Artikel mit anderen zu teilen.

Das E-Paper ist auch für bisher nicht zahlende Web-NutzerInnen attraktiv - 44 Prozent können sich perspektivisch die (zusätzliche) Nutzung vorstellen. So kann das E-Paper gleichzeitig als Einstieg in den bezahlten Konsum journalistischer Inhalte auch im Web dienen und erfolgreich die Brücke zwischen analoger und digitaler Nutzung von Paid Content schlagen. So möchte insbesondere die junge Zielgruppe der zwischen 18- und 29-Jährigen künftig (auch) das E-Paper nutzen (66 Prozent).

Eine anspruchsvolle Zielgruppe - auch in puncto Werbung

Über alle Altersgruppen und Angebotsformen (Print, E-Paper, kostenpflichtige Web-Angebote) hinweg sind 83 Prozent der NutzerInnen bereit, zukünftig für professionell vor Ort recherchierte und aufbereitete Inhalte Geld auszugeben. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar neun von zehn Befragten (88 Prozent). Wie der Blick auf die Web-Angebote der regionalen Tageszeitungen und die E-Paper-Ausgaben zeigt, haben vor allem die E-Paper-LeserInnen Erwartungen an die Interaktionsmöglichkeiten: 54 Prozent der E-Paper-NutzerInnen erwarten Verlinkungen zu Hintergrundinformationen (Web-Angebote: 50 Prozent), 52 Prozent wollen sich die Artikel vorlesen lassen (Web: 36 Prozent), 51 Prozent wünschen sich im E-Paper mehr individuelle Benutzereinstellungen (Web: 35 Prozent) und 45 Prozent wollen Artikel im E-Paper über die Spracheingabe suchen (Web: 34 Prozent).

56 Prozent der EPaper-LeserInnen erwarten Werbung, die einen Mehrwert liefert (Web: 52 Prozent). 38 Prozent der E-Paper-NutzerInnen schätzen die Möglichkeit, Rabatt-Coupons online/im Geschäft einlösen zu können (Web: 33 Prozent) und 24 Prozent (Web: 25 Prozent) wünschen sich eine Verlinkung zu den Webseiten der Hersteller.

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