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Auch deutsche Marken schließen sich Facebook-Boykott an

30.06.2020 - US-Bürgerrechtsorganisationen haben Firmen dazu aufgerufen bis auf weiteres keine Werbeanzeigen bei Facebook zu schalten. Sie werfen dem Netzwerk vor, nicht konsequent genug gegen rassistische Inhalte vorzugehen. Mehr als 100 Unternehmen sollen sich dem Boykott bereits angeschlossen haben, auch deutsche Firmen sind nun mit dabei.

von Frauke Schobelt

Auch Veganz   , nach eigenen Angaben deutscher Marktführer für vegane Lebensmittel, schließt sich dem Aufruf #StopHateforProfit an. Das Unternehmen protestiert damit gegen Facebooks   Umgang mit Rassismus und Hetze in dem Sozialen Netzwerk. Im Rahmen der Aktion werden vorerst im Juli einen Monat lang bezahlte Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram gestoppt. Gemeinsam mit den Marken Freche Freunde   und Rebelicious   sei Veganz unter den ersten in Deutschland, die sich dem Protest anschließen. Sie fordern weitere Unternehmen und Wettbewerber auf, es ihnen gleich zu tun.

Die Marken folgen damit anderen Firmen wie Ben & Jerry's, The North Face, Patagonia, Unilever, Pepsi, Diageo, Starbucks und Honda. Auch Coca-Cola will weltweit Werbeschaltungen auf sozialen Netzwerken für 30 Tage aussetzen. Mehr als 100 Unternehmen sollen sich an dem Boykott bereits beteiligen. Für das Netzwerk hat das spürbare Auswirkungen: Am Freitag verlor Facebook rund 8 Prozent an der Börse, was laut Bloomberg einem Wertverlust von 56 Milliarden Dollar entspricht.

Durch die Protestwelle gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA ist die Kritik an Facebook erneut aufgeflammt. Das Netzwerk soll durch den Protest zum Umdenken bewegt werden, da ein großer Teil des Umsatzes aus Werbeeinnahmen stammt. Die ersten Reaktionen von Facebook auf den Protest sehen die beteiligten Unternehmen als zu kleinen Schritt und werden ihren Protest daher fortsetzen, kündigt Veganz in einer Pressemitteilung an.

Am Freitag hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg in einem Livestream angekündigt, künftig stärker gegen Hassnachrichten vorgehen zu wollen. So will Facebook Falschmeldungen unmittelbar vor der US-Präsidentenwahl löschen und auch die Standards für Werbung erhöhen. Außerdem sollen Facebook-Inhalte, die eigentlich gegen die Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen, aber zum Beispiel aufgrund eines prominenten Absenders nachrichtenrelevant sind, künftig mit Hinweisen flankiert werden.

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