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Bitcoin, Hype, Optimismus und Fachkräftemangel: Die Stimmung in der Digitalbranche

24.09.2021 - Blockchain ist für die Mehrheit der Digitalunternehmen absolutes Zukunftsthema - allerdings investiert praktisch keiner in die Technologie.

von Sebastian Halm

Das ist eines der Erkenntnisse aus dem Bitkom-ifo-Digitalindex   .

Eine andere sind die gut gefüllten Auftragsbücher im IT-Mittelstand. Die Stimmung ist so positiv wie lange nicht. Das Geschäftsklima hat ein neues Zwei-Jahres-Hoch erreicht. Die Geschäftslage ist gut, auch die Erwartungen entwickeln sich weiter nach oben. Der Bitkom-ifo-Digitalindex notierte im Juni 2021 bei 38,0 Punkten. Noch zu Jahresbeginn waren es 24,6 Punkte weniger (13,4 Punkte). Die Geschäftslage entwickelt sich konstant positiv und ist auf 42,1 Punkte geklettert.

Die Erwartungen liegen bei 34,0 Punkten, was heißt, dass die weit überwiegende Mehrheit der mittelständischen Unternehmen für die kommenden sechs Monate von steigenden Umsätzen ausgeht. Aus den Indikatoren für die aktuelle Lage und die künftigen Erwartungen errechnet sich der Digitalindex, der das Geschäftsklima abbildet. Optimismus herrscht auch bei den Erwartungen an Beschäftigung und Preise. Der Index für die Beschäftigungserwartungen hat mit 35,7 Punkten das Vor-Corona-Niveau übertroffen. Gleiches gilt für den Index für die Preiserwartungen mit 21,2 Punkten.

Blockchain wird von sechs von zehn Unternehmen (59 Prozent) als wichtige Zukunftstechnologie gesehen. Allerdings sind es überwiegend Großunternehmen ab 500 Beschäftigten, die das Thema für bedeutsam halten. Entsprechend zurückhaltend sind gerade kleine und mittlere Unternehmen, wenn es um Investitionen in die Blockchain-Technologie geht. 84 Prozent der Unternehmen mit 50 bis 99 Beschäftigen haben noch nie in diesem Bereich investiert und haben das auch nicht geplant. Nur 1 Prozent hat bereits investiert, immerhin 11 Prozent planen das für das laufende Jahr.

Dagegen ist die Investitionsbereitschaft bei Großunternehmen mit 2.000 und mehr Beschäftigten deutlich größer: Jedes Dritte (35 Prozent) plant Investitionen im Jahr 2021, weitere 13 Prozent haben bereits investiert. Knapp die Hälfte (49 Prozent) hat noch nicht investiert und das auch nicht geplant.

Nach Bitkom-Daten fehlen außerdem branchenübergreifend 86.000 IT-Fachkräfte. Laut Bitkom-ifo-Digitalindex hat der Fachkräftemangel erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie die schwache Nachfrage als größtes wirtschaftliches Hemmnis abgelöst. Die Wirtschaft wünscht sich dabei mehr politische Unterstützung. 61 Prozent der Unternehmen finden, dass die Ausbildung von Spezialistinnen und Spezialisten für Blockchain vorangetrieben werden muss. Und 73 Prozent sind der Ansicht, dass die Politik die Bedeutung von Blockchain noch nicht verstanden hat.

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