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Kommunikations- und PR-Agenturen wachsen langsamer

 (Bild: jg)

26.04.2019 - Während die großen deutschen Digitalagenturen seit Jahren zweistellig wachsen, ist das Umsatzwachstum bei PR- und Kommunikationsagenturen deutlich verhaltener. Das Plus von 4,9 beim Honorarumsatz zeigt, dass die PR-Dienstleister nur unterdurchschnittlich von der Digitalisierung der Kommunikation profitieren.

von Joachim Graf

Zwar weist das PR-Agenturranking von PR-Altvater Gerhard Pfeffer im fünften Jahr ein solides Wachstum aus. Mehr aber auch nicht: Die 138 erfassten Agenturen erzielten im Jahr 2018 einen Gesamthonorarumsatz von 724,18 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahressteigerung; 7,9 Prozent). Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wuchs um 3,2 Prozent auf 6.481.

Der Durchschnitts-Pro-Kopf-Umsatz betrug für das Jahr 2018 knapp 115.000 Euro. Der Anteil der Agenturen, die der Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA) angehören, liegt auch 2018 mit 363,5 Millionen Euro wieder bei über 50 Prozent des Gesamtumsatzes.

An der Spitze des Rankings stehen wie im Vorjahr die mc Group (Media Consulta , Berlin). gefolgt von der Content-Marketing-Agentur FischerAppelt aus Hamburg. Die Ketchum Agenturgruppe landete trotz empfindlicher Einbußen auf Platz drei.

Vergleich der Top-50-Agenturen nach der Umsatz-Entwicklung 2012 bis 2017 in Prozent (Grafik: Quelle: W&V, Pfeffers PR-Ranking, iBusiness; Grafik: HighText Verlag)


Die Top 10 blieben bis auf eine Ausnahme unter sich. Trotz eines starken Wachstums von über 17 Prozent fiel die Berliner Ressourcenmangel , Berlin, auf Platz 11. Dafür rückte BCW Burson Cohn & Wolfe aus Hamburg auf Platz 8 vor. BCW ist damit der große Gewinner unter den Top 10, denn die aus der Fusion von Burson Marsteller (B-M) und Cohn & Wolfe (C&W) hervorgegangene Agentur verzeichnet mit über 28 Prozent das größte Honorarwachstum in dieser Gruppe. Ein zweistelliges Wachstum unter den Top 10 Agenturen konnten außerdem noch die stark digital orientierte Serviceplan (plus 13,4 %) und die inhabergeführte Hamburger Kommunikationsagentur Faktor 3 (plus 11,0 %) erzielen.

Der große Verlierer unter den Top 10 ist die Ketchum Agenturgruppe, bei der Honorarumsatz und Mitarbeiterzahl förmlich eingebrochen sind. Die ermittelten 34,06 Millionen Euro Honorarumsatz (minus 26,5 %) belassen die Agenturgruppe aber noch auf Platz 3 des Rankings.

Die PR/Digitalagentur Edelman mit 30,07 (plus 0,5 %) und Oliver Schrott Kommunikation (OSK ) mit 29,1 Millionen Euro Honorarumsatz (plus 3,0 %) liegen auf den Rängen vier und fünf, gefolgt von der Serviceplan Content Group ,
Weber Shandwick , BCW, Achtung! sowie Faktor 3.

Eine wichtige Rolle spielen auch im diesjährigen Ranking wieder die Mitgliedsagenturen der GPRA. Auch wenn einige Mitglieder schwächeln, bringen es die 36 Agenturen insgesamt auf 363,5 Millionen Honorarumsatz und damit erneut auf über 50 Prozent des gesamten Honorarumsatz der PR- und Kommunikations-Agenturen.

Die Internet-Dienstleistungsbranche in Deutschland  (Grafik: HighText Verlag)


Eingeflossen sind in das Ranking die Daten, die bis zum Stichtag 11. April 2019 vorlagen. Eingeladen waren alle PR-Agenturen und -Berater in Deutschland. 37 der teilnehmenden Kommunikationsdienstleister (26,8 %) haben ihre Ergebnisse mit Testaten belegt.

Das Internetagenturranking 2019 der größten Digitalagenturen, das von dem BVDW, iBusiness sowie den Werbezeitschriften Horizont und W&V veröffentlicht wird, erscheint am 2. Mai 2019.

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