Anzeige
Anzeige

So viel Zeit und Geld kostet kleine Unternehmen die DSGVO

Die DSGVO kostet Geld, Zeit - und Nerven. (Bild: Pixabay/ TPHeinz)
Die DSGVO kostet Geld, Zeit - und Nerven.

04.07.2019 - In kleinen Unternehmen fielen die Kosten für die DSGVO geringer aus als erwartet. Der zeitliche Aufwand hingegen war immens. Auch ein Jahr nach Einführung der Datenschutzgrundverordnung bezeichnet erst ein Drittel der Unternehmen die eigene Umsetzung als vollständig.

von Frauke Schobelt

Zusammen mit eRecht24 hat CentralStationCRM 1000 vorwiegend kleine Unternehmen befragt, wie sie die DSGVO ein Jahr nach Inkrafttreten bewerten. 84 Prozent der befragten Unternehmen sind kleiner als 15 Mitarbeiter, 8 Prozent haben 15-50 Mitarbeiter, 8 Prozent haben über 50 Mitarbeiter. Die Mehrheit sind B2B-Dienstleister.

Abgefragt wurde unter anderem, wie viel Geld an Anwälte, Datenschutzbeauftragte, IT-Experten und andere Dienstleister geflossen ist, um die Kleinunternehmen fit für die DSGVO zu machen. Die Kosten für Dienstleister schwankten deutlich je nach Unternehmensgröße. Während Kleinunternehmen (unter 15 Mitarbeitern) meist mit weniger als 1.000 Euro auskamen, mussten Mittelständler oft 10.000 Euro und mehr in die Hand nehmen. Insgesamt jedoch waren die Kosten geringer als befürchtet.

Die Kosten für die DSGVO waren geringer als befürchtet.   (Grafik: CentralStationCRM / eRecht24)


Recherche kostete die meiste Zeit

Der zeitliche Aufwand ist in größeren Unternehmen ebenfalls höher. Ab zehn Mitarbeitern müssen sie einen Datenschutzbeauftragten bestellen, der sich wiederum mit den Mitarbeitern zusammensetzen, sie befragen und informieren muss. Mehr als 30 Prozent der Kleinstunternehmen und Selbstständigen kostete die DSGVO insgesamt mehr als zehn Arbeitstage. Ein wesentlicher Teil des zeitlichen Aufwandes entfiel jedoch nicht auf die Umsetzung (wie etwa in die Erstellung von Verfahrensverzeichnissen, die IT-Programmierung, etc.), sondern auf die Informationsbeschaffung und die Recherche, was überhaupt umgesetzt werden musste.
Die meisten Unternehmen kostete die DSGVO 10 Arbeitstage. (Grafik: CentralStationCRM / eRecht24)


Unternehmen schalten Prozesse lieber ab

Diverse Umfrageteilnehmer gaben an, ihre Tools und Prozesse nicht DSGVO-konform angepasst, sondern gleich ganz gestrichen zu haben. So wurde die eigene Website abgeschaltet, die Kundenmanagement-Software gekündigt oder der Newsletter gestrichen, unabhängig davon, ob Einwilligungen vorlagen oder nicht.

Zwar hat ein Großteil der Unternehmen bereits wesentliche Anstrengungen unternommen, die DSGVO-Vorgaben zu erfüllen, trotzdem geben nur 38 Prozent der Unternehmen an, alle Vorschriften umgesetzt zu haben. Die befürchteten Bußgelder in Millionenhöhe bleiben bisher jedoch aus.
Drei Viertel haben die DSGVO-Vorgaben noch nicht umgesetzt. (Grafik: CentralStationCRM / eRecht24)


Auch ein Jahr nach der Einführung bewerten zwei Drittel der Befragten die DSGVO als negativ. Zwar ist die Stimmung inzwischen deutlich weniger panisch, jedoch "bleibt der Eindruck eines überdimensionalen 'Papiertigers', der leider die Falschen trifft", so die Studienautoren.

www.hightext.de

HighText Verlag

Schäufeleinstr. 5
80687 München

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Folgen Sie uns:



Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.versandhausberater.de