Ich begehre Sie.
Tobias Schlösser, Geschäftsführer FischerAppelt, Furore, Hamburg
Aus seiner Erfahrung als einer von den Digital Natives in den Käfig gesperrten Spezies, kümmert sich Tobias Schlösser um nichts anderes als darum, dass der Konsument das Gefühl bekommt, begehrt zu sein. Quasi als Hampelmann würde er alles daransetzen, die Zielgruppe zu amüsieren, um später anzuschauen, was sie ihm im Netz erzählt. Dabei fragt er sich, was der Konsument gegen den Werber nur habe. Man würde sich doch mögen und in gemütlicher Symbiose leben.
zum vollständigen Beitrag von Tobias SchlösserWir führen ein Gespräch von Mensch zu Mensch.
Lieber Tobias Schlösser,
worum geht es hier eigentlich? Ihr Beitrag ist nett zu lesen, aber verstanden habe ich ihn leider nicht. Vielleicht weil ich mit dieser Metapher wenig anfangen kann. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu doof, um die Botschaft zu verstehen. Was soll ich darauf jetzt antworten? Am besten nichts.
So ergeht es auch vielen Kampagnen, die eine Menge erzählen, aber am Ende nichts sagen, wenn Geschichten erzählt und Bilder gemalt werden, deren Auflösung den Empfänger überfordert. Niemand möchte erst Rätsel lösen, um auf den Kern einer Botschaft zu stoßen. Vor allem weil man auf keine der täglich ca. 6000 Werbebotschaften gewartet hat. Und auf eine Antwort warten der Absender dann ebenso vergebens. Die Responserate säuft ab.
Nun habe ich es ja hier nicht mit Werbung zu tun, sondern mit einem redaktionellen Beitrag. Also habe ich es noch dreimal gelesen. Geholfen hat das wenig, aber das Wort „Digital Natives“ und andere Indizien lassen die Vermutung zu, dass sich die Diskussion um die neuen Konsumenten dreht. Menschen, für die neue Medien etwas Selbstverständliches sind. Die es gewohnt sind, Informationen schnell zu verarbeiten und sofort zu interagieren. Um so wichtiger, dass Informationen einfach und verständlich kommuniziert werden.
Aber genau hier haben Dialogmarketer einen entscheidenden Vorteil. Sie sind es gewohnt, sich auf die Zielpersonen einzustellen. Der Dialog funktioniert dann immer gleich. Mündlich oder schriftlich, mit den alten oder den neuen Medien. Wir führen ein Gespräch von Mensch zu Mensch. Und wir bedienen uns einer Sprache, die der andere versteht. Hoffentlich.
Nichts für ungut,
Ihr Michael Koch
Michael Koch, Executive Creative Director, OgilvyOne worldwide Germany, Frankfurt






