Herausragende kreative Arbeit macht den Menschen Angst.
Norbert Briem, Management Partner, Texter, Jahns and Friends AG, Düsseldorf
„Je nachdem aus welchem Land man kommt, sind 90 bis 99 Prozent der Werbung Mist“, zitierte Norbert Briem das Buch, das er gerade las, und erklärte das damit, dass seiner Überzeugung nach herausragende kreative Arbeit den Menschen Angst mache. Um diese zu überwinden, brauche es Briems Überzeugung nach mehr Zeit. Denn sie sei der Raum, den alle Beteiligten bräuchten, um Kreativität zuzulassen.
« zum vorherigen Artikel von Norbert BriemLiebe deinen Kunden wie dich selbst.
Moin, Herr Briem,
ja: Zeit ist eine notwendige Bedingung für Qualität. Und die ist bekanntlich das beste Rezept – auch beim Backen von leckeren Ideen. Nur leider ist der Ofen meistens völlig überhitzt. Genießbar bleibt dann allenfalls nur das zwischen dem flüssigen und dem verkohlten Teil. In einem Café würde der Kunde aufstehen und gehen. Das tut er bei der Kommunikation auch: Er wendet sich ab. Kommunikation als Investment? Verbrannt!
Was tun?
Kunden müsste man häufiger die Frage stellen: Haben Sie heute schon gedacht? Klingt vielleicht böse, ist es aber nicht. Denn auch viele Marketing-Küchen stehen unter permanentem Volldampf. Und denken hilft. Wenn man selber nicht dazu kommt: Kein Problem – wozu gibt es Agenturen? „Liebe deinen Kunden wie dich selbst“ ist so ein Gedanke. Er erleichtert manches und hilft dabei, nervige Reklame zu verhindern. Wohlgemerkt: In dem Satz versteckt sind der Verbraucher und eine Prise Egoismus.
Also, Kopf immer schön kühlen und nicht vergessen: Der Bauch isst mit …
Klaus Peter Konieczny, Kreativchef und Gründer der „Herr Schmidt“ Werbeagentur, Frankfurt







