Liebe deinen Kunden wie dich selbst.
Klaus Peter Konieczny, Kreativchef und Gründer der „Herr Schmidt“ Werbeagentur, Frankfurt
Zeit ist eine notwendige Bedingung für Qualität, bestätigt Klaus Peter Konieczny seinen Vorredner Norbert Briem. Wichtiger sei jedoch, den Kunden öfter mal die Frage zu stellen: „Haben Sie heute schon gedacht?“ Sollte er nicht dazu kommen, sei es laut Konieczny auch kein Problem – wozu gäbe es schließlich Agenturen?
« zum vorherigen Artikel von Klaus Peter KoniecznyDie Agenturen sollten das Denken nicht übernehmen.
Nun, Herr Konieczny,
es ist sicher eine angenehme Vorstellung, wenn Unternehmen das Denken auslagern – noch dazu an uns Agenturen. Denn bisher waren es ja vor allem die Unternehmensberater, Anlageberater und sonstige Consultants, die das Denken von Unternehmen übernommen haben. Leider hat diese Spezies aber auch den nachhaltigen Beweis erbracht, dass Unternehmen wesentliche Leistungen (zu denen ich das Denken zähle) besser nicht auslagern sollten.
Egal, ob man seinen Kunden liebt wie sich selbst, die Agenturen sollten das Denken nicht übernehmen.
Agenturen sind wie im Rennsport die Reifen, die die Kraft auf den Boden bringen und zum richtigen „Grip“ verhelfen. Aber: Die besten Reifen nutzen nichts, wenn der Motor stottert, das Getriebe blockiert oder ganz einfach am Sprit gespart wird. Und Sparen ist ja gerade jetzt die ultimative Krisendevise. Nur wer spart, behält seinen Job, und dabei ist völlig egal, was an Qualität geliefert wird. „Chef, wir sind 15 Prozent unter Budget!“ lautet die Botschaft der Stunde, und die Agenturen „MachenwirIhnen“ oder die „Hubundschrubb&Partner“ stehen bereit.
Man kann von Glück reden, wenn Kunden trotz der Krise die Qualität als oberste Maxime beibehalten, denn „nur billig“ wird der Standort Deutschland nicht überleben.
Michael Horlacher, Geschäftsführer agencyteam, Stuttgart






