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Mobile-Payment

Telefónica stärkt mit Mpass und O2 Wallet Finanz-Ökosystem

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Das neue O2 Wallet wird mit Mpass kombiniert sein und soll noch in diesem Jahr unter anderem die Integration von Kreditkarten ermöglichen

Telefónica will sich im Bereich mobile Bezahllösungen weiter als Innovator positionieren und stellt gleich zwei neue Lösungen vor: Über den Dienst Mpass werden direkte Überweisungen zwischen Smartphones ermöglicht, O2-Wallet soll zur digitalen Geldbörse werden.

Hinter dem M-Payment-Dienst Mpass stehen neben Telefónica O2 auch die Deutsche Telekom sowie Vodafone. Die Telkos betreiben jedoch noch jeweils eigene Initiativen im Segment des mobilen Bezahlens. Im Rahmen der Hubert Burda Media-Digitalkonferenz DLD stellt Telefónica nun einen neuen Service für Mpass, aber auch einen zusätzlichen Dienst vor. Man wolle damit den "Ausbau des Finanz-Ökosystems mit Hochdruck vorantreiben", so das Unternehmen.

„Brieftasche und Bargeld kennen Kinder bald nur noch aus den Geschichtsbüchern“, sagt René Schuster, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland. „Das mobile Bezahlen mit dem Smartphone ist in Deutschland angekommen. Unsere Kunden überweisen bald Geld von Handy zu Handy und bezahlen über ihre digitale Geldbörse in den Geschäften.“

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Mittels Mpass und der Lösung "Mpass Geld senden", können Smartphone-Besitzer in Zukunft Überweisungen von Handy zu Handy vornehmen. Um den Dienst in Anspruch nehmen zu können, müssen User – nicht zwangsläufig auch O2-Kunden – sich online für "Mpass im Geschäft" angemeldet sowie die Mpass-App (für iOS-und Android-Betriebssysteme) installiert haben, so das Unternehmen. Zudem ist eine Verifizierung per Postident nötig. Um Überweisungen zu tätigen, brauchen sich Nutzer dann nur einzuloggen und im Feld "Geld senden" die Rufnummer des Empfängers, den Betrag sowie einen Verwendungszweck oder eine Nachricht einzugeben. Die Umbuchung zwischen den Mpass-Konten soll laut Telefónica "beinahe in Echtzeit" erfolgen. Über die App kann der Nutzer dann eine Übersicht der Transaktionen abrufen.

Nutzer, die sich bei Mpass registrieren, benötigen lediglich ein deutsches Girokonto. Bezahlungen beispielsweise im Handel werden dann per Lastschrift abgewickelt. Zusätzlich können sie ein automatisch angelegtes Mpass-Konto verwenden, auf das sie beliebig viel Geld überweisen können. Dieses Mpass-Konto ist wiederum auch nötig, um die Überweisung von Smartphone zu Smartphone zu nutzen. Der neue Dienst soll Mpass-Kunden nach Unternehmensangaben Mitte Februar zur Verfügung stehen.

Friendly User Test für O2 Wallet geplant


Als zweiten Dienst startet Telefónica die digitale Geldbörse "O2 Wallet". Als erste Bezahllösung ist darin Mpass integriert. Über O2 Wallet sollen Kunden in Deutschland aber auch weltweit kontaktlos an Paypass-Akzeptanzstellen (Paypass ist die NFC-Lösung von Mastercard) im Handel bezahlen können. Als Übertragungstechnologie wird Near Field Communication (NFC) genutzt. Kunden benötigen daher ein NFC-fähiges Smartphone sowie eine entsprechende NFC-fähig Sim-Karte.

Zu Beginn soll O2 Wallet in einem "Friendly User Test" zum Einsatz kommen. Ziel sei es, dass durch die bewusste Einbindung der User Erfahrungen für die Weiterentwicklung der digitalen Geldbörse gesammelt werden. Kunden, die an der Aktion teilnehmen wollen, benötigen ein NFC-fähiges Smartphone Samsung Galaxy ACE2 oder S3 und müssen das kostenlose NFC-Pack mit NFC-fähiger Sim-Karte gebucht haben, so Telefónica. Wenn der Nutzer die Sim-Karte in sein Smartphone legt, erhält er per SMS automatisch einen Download-Link, so dass er anschließend das Wallet installieren kann. Zur Verwendung von O2 Wallet muss sich der Nutzer dann wiederum bei Mpass registrieren. Laut Unternehmen wird dann die ‘Mpass O2 Wallet Card‘ automatisch in die digitale Geldbörse integriert; anschließend kann direkt bargeldlos im Stationärhandel eingekauft werden.

Aus Sicherheitsgründen sei O2 Wallet nur durch die Eingabe einer Pin zugänglich. Außerdem würden die zahlungs- und sicherheitsrelevanten Daten nur auf der gesonderten NFC-Sim-Karte gespeichert, so Telefónica. Zusätzlich wird ein so genannter Trusted Service Manager eingesetzt, damit verbleiben die Bankdaten der Kunden beim Kreditinstitut und sind für das Telkounternehmen nicht einsehbar.

O2 Wallet soll noch in diesem Jahr um weitere Anwendungen und Funktionen erweitert werden. Telefónica kündigt unter anderem Bezahlkarten, Gutscheine und Treueprogramme an. In Kürze schließe sich die erste Bank der Wallet-Lösung an und integriere ein digitalisierte Kreditkarte. (kr)

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