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Geschäftsergebnis 2009

Paradoxes Jahr für Publicis

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Maurice Lévy

Die Publicis Groupe hat ihr vorläufiges Geschäftsergebnis für das Jahr 2009 bekannt gegeben. Maurice Lévy, Chef der weltweit tätigen Agenturgruppe sprach von einem Paradoxon: Trotz eines schrumpfenden Werbemarktes konnte das Unternehmen einen Gewinn von 403 Millionen Euro erzielen. Im Vorjahr standen noch 447 Millionen Euro unter dem Strich. Besonders in Europa ist das Geschäft zurück gegangen.

Der Gesamtumsatz der Publicis Groupe sank von 4,7 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 4,52 Milliarden Euro im Jahr 2009. Während der Gesamtwerbemarkt Rückgänge von 12 bis 14 Prozent hinnehmen musste, habe Publicis den Verlust im organischen Wachstum (also exklusive Zukäufe) auf 6,5 Prozent begrenzen können, so Lévy. Am stärksten ist das Wachstum in Europa zurückgegangen: Um knapp 10 Prozent nahm hier der Umsatz ab, in Südeuropa sogar um 15 Prozent. Am stabilsten war das Geschäft in Südamerika, wo der Umsatz nur um 0,4 Prozent zurückging.

In Nordamerika stieg der Umsatz zwar um 86 Millionen Euro auf knapp 2,1 Milliarden Euro, das organische Wachstum sank aber ebenfalls um 4,2 Prozent. Besonders der Bankrott von Großkunde General Motors hat Publicis zu schaffen gemacht. Rechne man das Automobil-Unternehmen aus den nordamerikanischen Geschäftszahlen heraus, betrüge das Wachstumsminus nur 1,2 Prozent, so Publicis.

Maurice Lévy hob in seinem Statement zu den Geschäftszahlen unter anderem das Digitalgeschäft hervor. Der Kauf von Razorfish habe die digitale Kompetenz des Unternehmens gestärkt. In Zukunft will der Werber 60 Prozent seines Umsatzes mit digitalen Aktivitäten und in neu entstehenden Wirtschaftssektoren machen. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatzanteil des Digitalgeschäftes 22,4 Prozent.

Lévy gab sich positiv gestimmt: Das Unternehmen habe seine Schulden abbauen können und sei äußerst liquide. Im laufenden Jahr will der Agenturgruppenchef wieder ein positives Wachstum erreichen. (re)

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