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Mobilwerbung: Web-Konzerne bringen sich in Stellung

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Google darf Admob, Anbieter einer mobilen Werbeplattform, übernehmen

Die US-Handelsbehörde hat Google die Übernahme des Mobilwerbedienstleisters Admob genehmigt. Mit einem Kaufpreis von 750 Millionen US-Dollar investiert Google damit kräftig in die mobile Werbung. Wie der US-Marktforscher Gartner bekannt gab, ist die Google-Software Android weltweit mittlerweile das viertstärkste Handy-Betriebssystem. Konkurrent Yahoo ist derweil eine Partnerschaft mit dem Handy-Hersteller Nokia eingegangen.

Die Federal Trade Commission (FTC) stimmte der Übernahme von Admob durch Google offenbar nicht ganz ohne Zähneknirschen zu: Die Verknüpfung zweier führender Mobilwerbenetzwerke habe ernsthafte kartellrechtliche Bedenken verursacht, so die Behörde in einer Pressemitteilung. Die jüngsten Marktentwicklungen, insbesondere die Übernahme von Admob-Konkurrent Quattro Wireless durch Apple, hätten die Zweifel der FTC jedoch überschattet. „Infolge Apples Markteintritt lässt der bisherige Erfolg von Admob auf dem iPhone keine genauen Vorhersagen über Admobs künftige Bedeutung innerhalb des Marktes zu, unabhängig davon, ob Admob zu Google gehört oder nicht“, so das Statement der FTC. Omar Hamoui, Gründer und CEO von Admob, begrüßte die Entscheidung des Handelsbehörde in einem Eintrag im Unternehmensblog und kündigte die gemeinsame Entwicklung neuer Produkte mit Google an.

Apple will laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ von den Werbetreibenden für Werbung auf dem iPhone viel Geld verlangen. Die Einstiegsbarriere für Buchungen auf der neuen Werbeplattform iAd solle bei einer Million US-Dollar liegen. Sogar von Preisen bis zu zehn Millionen Dollar für die Startpartner ist in dem Bericht die Rede.

Die Investitionen von Google und Apple in den Markt mit mobiler Werbung werden im Markt als deutliches Zeichen dafür gewertet, dass die Mobile-Marketing-Branche an Relevanz gewinnt. Besonders die zunehmenden Smartphone-Verkäufe treiben die Entwicklung. Laut dem US-Marktforscher Gartner gehörten beide Unternehmen mit ihren mobilen Betriebssystemen zu den Wachstumsgewinnern im ersten Quartal 2010. Das iPhone OS liegt auf Rang drei mit 8,3 Millionen Geräten. Android konnte erstmals die Microsoft-Software Windows Mobile überholen und mit 5,2 Millionen genutzten Geräten den vierten Platz belegen. Besonders in Nordamerika habe die Popularität von Android-basierten Handys extrem zugenommen, so Gartner. Dort konnte die Google-Software im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Wachstum von 707 Prozent verzeichnen.

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