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Studien

M-Commerce hinkt seinem Potenzial noch hinterher

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Vorreiter mit Ausnahmestellung im M-Commerce: Über die iPhone- und iPod-Apps des Online-Marktplatzes Ebay werden bereits stattliche Umsätze erzielt (Bild: Ebay)

2010 soll das Mobile-Jahr werden – in dieser Meinung sind sich viele Vertreter aus der Kommunikations- und Handelsbranche einig. Zwei aktuelle Studien zeigen jedoch, dass zumindest der mobile Handel der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und damit der wachsenden Nutzung des Internets über mobile Endgeräte noch deutlich hinterher hinkt.

Vor einigen Tagen hatte der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) gemeinsam mit der Mobile Marketing Association (MMA) Zahlen zum Mobile Commerce in Deutschland, Frankreich und Großbritannien vorgestellt. Am heutigen Montag präsentierten der Web-Konzern Google und die Otto Group eine Prognose zur Entwicklung der Smartphone-Nutzung bis zum Jahr 2012. Ein Blick auf beide Studien zeigt, dass die Verbreitung von Internet-fähigen Endgeräten zwar stark steigt, gleichzeitig aber von einer Ankunft des Themas M-Commerce im Mainstream noch nicht gesprochen werden kann.

Laut der Untersuchung der MMA, für die der Marktforscher Lightspeed Research 1.000 erwachsene Mobiltelefonnutzer befragt hatte, haben in den vergangenen Monaten in Deutschland etwa 13,2 Prozent der Verbraucher über das Handy etwas gekauft – also nur etwa jeder achte Handy-Besitzer. Mit dem größten Teil der Transaktionen (8 Prozent) werden zudem eher Kleinbeträge umgesetzt – mit dem Verkauf von digitalen Inhalten wie Apps und Klingeltönen. Reise- oder Konzerttickets, physische Güter, Coupons und die Einlösung von Rabattpunkten liegen jeweils zwischen 2,4 und 3,2 Prozent. Mark Wächter, Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im BVDW, glaubt aber, dass der Anteil nicht-digitaler Produkte am M-Commerce deutlich weiter zunehmen wird. „Dafür müssen viele Onlineshops allerdings noch für die mobile Nutzung umgesetzt beziehungsweise zugeschnitten werden“, so Wächter weiter.

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