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Internet im Fundraising nahezu irrelevant

Spendenaufrufe via Newsletter und Internet zeigen kaum Wirkung. Nach wie vor ist die Post stärkster Werbekanal, aber das Fernsehen holt stark auf. Dies zeigt die vom Deutschen Spendenrat e.V. in Auftrag gegebene Studie „Bilanz der Helfer“.

Im Jahr 2010 fühlten sich nur rund 1,2 Prozent der Studienteilnehmer motiviert, aufgrund von Internet-Werbung, Geld zu spenden. Dieser Wert stieg damit im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 0,1 Prozentpunkte.

Spendenaufrufe via Newsletter und Internet finden beim potenziellen Spender noch immer kaum Gehör, wie die Studie „Bilanz der Helfer“ belegt. Als Werbekanal für Spenden bildet das Internet somit das klare Schlusslicht der Studie.

Im Gegensatz dazu befindet sich die TV-Werbung auf dem Vormarsch. Gaben 2009 lediglich 2,4 Prozent der Spender an, aufgrund von Spendengalas und TV-Werbung zum Spenden motiviert worden zu sein, stieg der Wert im Jahr 2010 auf beachtliche 7,1 Prozent.

Aber auch wenn TV-Werbung auf dem Vormarsch ist, bleibt der persönlich adressierte Spendenaufruf per Post noch immer der effektivste Werbekanal. Insgesamt 28 Prozent der gespendeten Geldsummen lassen sich auf diese Art der Werbung zurückführen.

Die GfK-Studie zeigt: Die Spendenbereitschaft in Deutschland ist im Allgemeinen erheblich angestiegen. Gegenüber 2009 stieg das Spendenvolumen im Jahr 2010 um beinahe 9 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro. Deutlich zugenommen hat in diesem Rahmen auch die Zahl der Neuspender. Auslöser für die finanzielle Unterstützung waren laut Studienergebnissen zumeist Naturkatastrophen, wie etwa das Erdbeben in Haiti, Anfang 2010.

Die Studie „Bilanz der Helfer“ ist ein Teilergebnis der Studie „GfK Charity Scope“, die vom Verbraucherforschungsinstitut GfK Panel Services Deutschland fortlaufend durchgeführt wird. Im Rahmen dieser Studie, welche auf schriftlichen Erhebungen einer repräsentativen Stichprobe von 10.000 Panelteilnehmern basiert, wird in regelmäßigen Abständen der Spendenmarkt und das Spendenverhalten von privaten Verbrauchern in Deutschland analysiert. (jh)

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Zeit: 01.04.2011