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E-Commerce

Fab: Entdecken statt suchen

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Fab verkauft ausgesuchte Einrichtungsgegenstände und Geschenkartikel (Bild: Fab)

Fab will mit Design-Artikeln Stammkunden gewinnen – und wächst mit schwindelerregendem Tempo: Der Kundenstamm des Online-Shops Fab in Europa ist innerhalb eines Jahres um mehr als 2.000 Prozent gewachsen.

In den zwölf Monaten bis Februar 2013 stieg die Zahl der registrierten Fab-Mitglieder von 150.000 auf 3,5 Millionen. Das gab CEO Jason Goldberg in einem Blog-Eintrag bekannt. Er rechne damit, dass Fab in diesem Jahr in Eu­ropa mehr als 100 Millionen US-Dollar umsetze, schrieb Goldberg bereits im August vergangenen Jahres.

Fab verkauft Design-, Einrichtungs- und Geschenkartikel. Bei einem Vortrag auf der Konferenz „Online Marketing Rockstars“ nannte Roman Kirsch, bis vor Kurzem europäischer Marketingchef des Unternehmens, das Geschäftsmodell von Fab „Discovery Commerce“. Beim Großteil der bisherigen E-Commerce-Modelle stießen User mit einem Kaufbedürfnis bereits über Google auf einen Online-Shop. Fab bietet demgegenüber ausgewählte Artikel an, die die Nutzer meist noch gar nicht kennen.

Um Kunden zu gewinnen, setzt das Unternehmen deswegen stark auf Werbung bei Facebook und die Empfehlungsmechanismen innerhalb des sozialen Netzwerks. Laut einer Case Study von Facebook kommen 50 Prozent der Log-ins auf Fab über die Facebook-Connect-Schnittstelle zustande. An registrierte Kunden verschickt das Unternehmen mehrfach täglich Newsletter mit Informationen über Verkaufsaktionen.

„Wir replizieren online das Einkaufen mit einem Freund, der sagt: Oh, das ist aber schick!“, sagte CEO Jason Goldberg im Gespräch mit dem „Spiegel“ im vergangenen Juni. Fab will nicht mit niedrigen Preisen, sondern einem ausgewählten Sortiment loyale Kunden gewinnen. „Wir verschachern keine Restposten. Bei uns geht es darum, das zu kaufen, was andere empfohlen haben.“

In Europa wurde Fab Anfang vergangenen Jahres mit der Akquisition des deutschen Shopping-Clubs Casacanda aktiv. Laut dem „Wall Street Journal“ zahlten die Fab-Inhaber rund zehn Millionen US-Dollar für das Berliner Start-up. Seit der Übernahme hat Fab die Belegschaft in Europa von 30 auf 200 Mitarbeiter ausgebaut. Mittlerweile ist das Unternehmen in 24 europäischen Ländern aktiv. (re)

Dieser Artikel erschien zuvor in ONEtoONE Ausgabe 04/13.

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