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Die aktuellen Trends des Dialogmarketings

2. Teil: Praxistipps für den Einsatz von Dialogmarketing

1.

Wiederholen Sie nicht die Fehler des Massenmarketings und der Gießkannenmethode! Es geht nicht darum, eine möglichst große Anzahl von Mailings zu streuen! Setzen Sie das Dialogmarketing wirklich individuell ein, und behandeln Sie die Kunden auch als wirkliche Individuen! So werden Sie auch bei einer Informationsüberlastung gehört.

2.

Dialogmarketing bietet durch die Response-Orientierung gute Chancen zur Erfolgskontrolle und zum Testen. Viele Unternehmen kontrollieren den Erfolg allerdings nicht konsequent. Nutzen Sie die Chance, und kontrollieren Sie den Erfolg Ihrer Dialog-Instrumente auf das Genaueste! Testen Sie sich immer näher an die optimale Ansprache heran! Dialogmarketing bedeutet: testen, testen, testen.

3.

Viele Kunden sehen keine großen Unterschiede mehr zwischen verschiedenen Marken. Diese Patt-Situation ließ die Loyalität zu Produkten und Marken sinken. Wenn es schon keine Markenloyalität mehr gibt, vermitteln Sie Ihren Kunden das Gefühl, bei Ihnen gut aufgehoben zu sein! Durch Beziehungsmarketing können Sie eine emotionale Loyalität aufbauen!

4.

Dialog bedeutet, auf sein Gegenüber zu reagieren. Nutzen Sie das Database-Management und CRM, um die Reaktionen Ihrer Kunden zu speichern und Ihre Kontakte damit zu steuern! Nur eine Kommunikation, die auf einer Database aufbaut, kann einen langfristigen Dialog pflegen und auf frühere ausgetauschte Informationen reagieren!

5.

Der Kunde hat die Freiheit, über alle Medien mit Ihnen zu kommunizieren. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Medien der Kommunikation aufeinander abstimmen und integrieren und dass Sie die vielfältigen Touchpoints mit Ihren Systemen abbilden können!

6.

Der Dialog wird zunehmend online geführt. Durch die mittlerweile langjährige Erfahrung, die viele mit dem Internet haben, haben die Menschen eine gewisse Sicherheit im Umgang und akzeptieren das Medium. Eröffnen Sie Ihren Kunden einfache Online-Zugänge zu Ihrem Unternehmen!

7.

Der Wertewandel der Verbraucher hat den Wunsch nach Individualität und Emotionalität gesteigert. Bieten Sie Ihren Kunden die richtige Ansprache und die richtigen Angebote, um damit deren Wunsch nach Individualität zu befriedigen!

8.

Setzen Sie das Permission-Marketing ein, und lassen Sie sich das Einverständnis Ihrer Kunden für die werbliche Ansprache geben – nicht nur für die Medien, bei denen es rechtlich vorgeschrieben ist! Statt den Empfänger mit Informationen zu überschütten, stellen Sie Informationen bereit, die der Interessent sich bestellen oder holen kann – Pull statt Push.

Zum Autor

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Prof. Dr. Heinrich Holland lehrt an der University of Applied Sciences Mainz. Er ist Akademieleiter der Deutschen Dialogmarketing Akademie (DDA) und Mitglied mehrerer Beiräte und Jurys. Im Jahr 2004 wurde er in die Hall of Fame des DDV aufgenommen.

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Zeit: 02.11.2009