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Kinovermarkter

Dialog auf der Leinwand

2. Teil: Samplings als etbalierte Dialogmaßnahme

Auch Manuel Gasser, Verkaufsleiter bei Publicitas Cinecom, beschäftigt sich mit dem Thema Mobile. Derzeit testet der Schweizer Kinovermarkter verschiedene Handy-Games; keines ist jedoch bisher in den Kinos tatsächlich durchgeführt worden. Später sollen sich Handy-Besitzer mit einer Nummer in eine Plattform einwählen und auf der Leinwand spielen können. Ein anderes interaktives Game ohne Handy wurde von Publicitas schon eingesetzt. Dabei werden mittels Kameras die Zuschauerbewegungen registriert, wodurch sich einfache Spiele auf der Leinwand durchführen lassen. „Noch müssen die interaktiven Games aber weiterentwickelt und auf ein höheres Level gebracht werden, bevor sie im Kino regelmäßig zum Einsatz kommen“, so Gasser. Die Skepsis des Schweizers beruht auch auf der angespannten Wirtschaftslage, die große Innovationen abbremst. Langfristig glaubt er allerdings, dass Werbemaßnahmen im Kino, wenn sie stark genug differenziert sind, durchaus Erfolg haben. Die generelle Einstellung der Besucher im Kino und ihre Aufnahmefreudigkeit seien dafür eine gute Ausgangsposition.

Während in Deutschland und der Schweiz also schon fleißig an mobilen Lösungen für den Kundendialog gebastelt wird, steckt dieser Kanal bei den Österreichern eher noch in den Kinderschuhen. Laura Hermann, verantwortlich für Marketing, Werbung, Sampling, Promotions und Events bei Cinecom in Österreich, ist sich jedoch sicher, dass die Interaktivität im Kino in den nächsten Jahren stark gefördert werden wird, und strebt einen Ausbau auch im eigenen Unternehmen an.

Maßnahmen, gestrickt wie eine Kette
Bisher bietet Cinecom seinen Kunden in Österreich vor allem Produkt-Samplings im Foyer und Saaleingang an. Das ist für Werbeweischer und Publicitas eine wichtige und etablierte Dialogmaßnahme, wobei auch Samplings direkt an der Kasse in der Schweiz und in Deutschland beliebt sind. So erhält der Besucher, wenn er die Karte für einen bestimmten Film kauft – je nach Zielgruppe – zum Beispiel einen Gutschein, eine Kosmetikprobe oder eine Gewinnspielkarte mit in die Hand. Das Sampling im Foyer lässt demgegenüber nur eine Eingrenzung auf den Kinobesucher als solchen zu.

Frank Sengers würde im Idealfall alle Aspekte der Kinovermarktung verbinden und eine ganze „Kette stricken“. So würde der Kinobesucher online oder mit einem Newsletter auf den Film aufmerksam gemacht werden, die Werbepartner online wahrnehmen, beim Ticketkauf ein zielgruppengerechtes Incentive erhalten, im Saal via Handy an einem Game oder Gewinnspiel teilnehmen, das der Werbepartner aus dem Online-Portal initiiert, und im Nachhinein einen Reminder mit Empfehlungen für ähnliche Filme erhalten. (kb)

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Zeit: 05.01.2010